Miracles of Modern Science: Das Debütalbum ‚Dog Year‘ ist Konfetti für den Plattenspieler

Ein wenig Posh sind sie ja schon, Miracles of Modern Science, oder wie viele Bands kennt ihr, die sich an der Princeton University kennen gelernt haben? Evan Younger (am klassischen Bass und am Mikro) und Josh Hirschfeld (Mandoline) trafen sich dort in ihrem ersten Semester und machten die Open Mic Nights der Uni unsicher.

Miracles of Modern Science – Klassisch und unkonventionell

Gemeinsam durchforsteten sie die musikalischen Gruppen der Universität und gewannen Gleichgesinnte in Geoff McDonald (Cello), Kieran Ledwidge (Violine) und Tyler Pines (Drums). Nach ihrer Studienzeit zog es sie nach New York, wo sie mit krachigen Live Shows und einer eigens produzierten EP direkt aus dem Schlafzimmer nach und nach die Aufmerksamkeit der bekannten New Yorker Medien erregten.

Unzählige Jahre später hat es dann endlich das Debütalbum ans Tageslicht geschafft, ein kruder Mix aus folkigen Elementen, die mit dem ungewöhnlichen Humor und den doch eher an Artrock angelehnten Songstrukturen in Richtungen einschlagen, die sonst nur aus Kanada kommen.

Hier sind definitiv Musiker am Werk, deren Plattensammlung so eklektisch wie die Garderobe eines Hipsters ist. Man mixe Vampire Weekend mit The Arcade Fire mit Menomena und lasse sich dann noch ein wenig überraschen. Besonders die Tatsache, dass „Dog Year“ trügerisch Radio-tauglich anfängt, um dann in Kaskaden an Kauzigkeit einzutauchen, erfreut den Fan des Artrocks und wickelt den Indiepop Fan ein, bevor er sich wehren kann.

Kickstarter und Hilfe aus Brooklyn machten das Album „Dog Year“ möglich

Haben wir hier etwa mit Miracles of Modern Science die erste Newcomer Band 2012 gefunden? Zu hoffen wäre es, denn aufgrund einiger (ungenannter) Probleme, die rein spekulativ gesehen sicher mit Labelstress zu tun hatten, hat es lange genug gedauert, bis „Dog Year“ an die Oberfläche gelangen konnte und ist ein weiteres Erfolgsprojekt von Kickstarter, da 318 großzügige Fans Silbertaler in die Hüte der Musiker geworfen haben, um die Produktion zu finanzieren.

Ach ja, Produzenten und Mixer Alex Mead-Fox und Tom Tierney von Spaceman Sound dürfen wir auch danken, es ist ja immer wieder erstaunlich, wie viele Köche einen herausragenden Brei kochen können. Ach, was heißt hier Brei, ein 5-Gänge Menü an üppigen Songs, die mit jedem Durchlauf interessanter und komplexer werden.

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