McLaren MP4-12C – jetzt mal im Alleingang

Nach dem SLR McLaren Mercedes trennen sich jedoch die deutschen und britischen Wege, der MP4-12C ist eine komplette Eigenentwicklung ohne Hilfe vom Stern.

McLaren MP4-12C mit Biturbo-Mittelmotor

Was macht den McLaren MP4-12C zum Supersportwagen? Zunächst mal unbändige Kraft, am besten gepaart mit geringen Gewicht. Ersteres obliegt dem 3,8-Liter-V8 mit Biturbo-Aufladung und variabler Ventilsteuerung, der bis zu 8500 Umdrehungen schafft und bereits ab 2000 Touren pro Minute rund 80 Prozent des möglichen Drehmoments zur Verfügung stellt. Maximal 600 PS und 600 Newtonmeter mobilisiert das als Mittelmotor postierte Triebwerk, das mit einer Trockensumpfschmierung versehen ist, die sowohl auch bei extremer Querbeschleunigung garantiert, dass der Motor keine letzte Ölung bekommt als auch durch den Endfall der Ölwanne einen sehr tiefen Schwerpunkt ermöglicht. Ein Doppelkupplungs-Getriebe mit sieben Stufen gibt die Kraft an die Hinterachse weiter. Die Gangwahl erfolgt über Schaltwippen am Lenkrad, zudem kann der Fahrer zwischen verschiedenen Fahrprogrammen wählen.

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Keramikbremsen und 20 Zoll Felgen im MP4-12C

Damit der McLaren MP4-12C auch zum Stillstand gebracht werden kann, gehen optionale Keramikbremsen ans Werk, unterstützt vom aus der Formel 1 adaptierten Brake Steer System, das das kurveninnere Rad zu Vermeidung von Untersteuern einbremst. Zudem helfen ESP, Traktionskontrolle und adaptives Fahrwerk, den sicherlich über 300 km/h schnellen MP4-12C zu zähmen. Geschmiedete vordere 19-Zoll- und hintere 20-Zoll-Felgen beherbergen die Pneus, zur weiteren Verbesserung der Gewichtsverteilung sitzt der Kühler im Heck und wird wie der V8 über doppelten Lufteinlässe gefüttert. Vor dem Fahrer tut sich unter der flachen Fronthaube ein kleiner Kofferraum auf; auf größeres Gepäck müssen die beiden Passagiere erwartungsgemäß verzichten.

MP4-12C sicher dank McLaren Formel-1-Technik

Mehr Formel-1-Technologie im MP4-12C offenbart sich im 80 kg leichten Kohlefasermonocoque mit Sicherheitsfahrgastzelle, das von energieabsorbierednen Aluelementen ergänzt wird. Auch die  Karosserie des McLaren ist als Leichtgewicht konzipiert und besteht hauptsächlich aus Kohlerfaserverbundstoff. Nacht weisen Xenon-Scheinwerfern den Weg, am Tage seitliches Tagfahrlicht in LED-Technik. Hinter der Fahrgastzelle gibt die Heckscheibe den Blick auf den V8 frei, ein großer Spoiler am Heck sorgt für den nötigen Anpressdruck. Knapp darunter treten die beiden trapezförmigen Auspuffrohre aus, unter ihnen optimiert ein Diffusor den Luftstrom.

MP4-12C tritt gegen 911 GT3, DB9 und 458 Italia an

Den Eintritt in den McLaren MP4-12C ermöglichen die nach oben öffnenden Türen, die – dem Kaufpreis angemessen – den Auftritt des Supersportlers entsprechend in Szene setzen. Platz genommen wird auf elektrisch verstellbare Sportschalensitzen mit Teillederbezug verbaut. Der breite Mitteltunnel und die Türinnenverkleidung, die einige Bedienelemente aufnimmt, verhindern Unzüchtigkeiten seitens des Fahrers schon im Anflug. Ansehnlich stellen sich die Lüftungsauslässe im Turbinendesign und das zentrale Touchscreen-Display dar, welches die Nutzung von Navi und Audioanlage erleichtert, das Innenraumklima wird darunter geregelt. McLaren gedenkt ab 2011 1000 Exemplare pro Jahr zu vermarkten, die Hälfte davon in Großbritannien und den USA. Die Konkurrenten sieht der britische Hersteller vor allem in Porsche 911 GT3, Ferrari 458 Italia und Aston Martin DB9.

2 Meinungen

  1. Der MP4-12C ist schon ein Kracher – ebenso aber auch der Preis, der bei rund 183.000 Euro liegt. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, was in dieser Sportskanone verbaut wird, kommt übrigens von der deutschen Firma Getrag.

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