Magen-Darm-Grippe: Symptome, Dauer und schnelle Hilfe

Die Magen-Darm-Grippe, auch Gastroenteritis, Magen-Darm-Entzündung oder Brechdurchfall genannt, beschreibt eine Entzündung des Magen- und Darmtraktes, wobei vorrangig die Schleimhäute angegriffen werden. Auslöser können Viren, z.B. die bekannten Noroviren, oder auch Bakterien, wie Salmonellen, sein. Die Übelkeit und der gleichzeitige Brechreiz sind dabei Ausdruck der körpereigenen Abwehrmechanismen, die versuchen die entzündeten Schleimhäute zu entlasten. Nahrung kann zudem nicht mehr vollständig verdaut werden und bindet daher Wasser, das den Stuhlgang dünnflüssig macht.

Magen-Darm-Grippe: Hinweise und Tipps!

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Inkubationszeit

Von der Aufnahme der verursachenden Erreger bis hin zu den ersten Symptomen vergehen in der Regel 4 – 48 Stunden. Dabei ist der Erkrankte bereits vor den ersten Anzeichen ansteckend und kann noch bis zu 14 Tage später Erreger auf Andere übertragen.

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Symptome einer Magen-Darm-Grippe

  1. Da die Erreger meist mit der Nahrung aufgenommen werden, durchlaufen die Symptome nach und nach alle Stationen des Verdauungstraktes. So verspürt man zunächst eine heftige Übelkeit, da der Körper versucht die Viren oder Bakterien wieder abzustoßen. Einige Stunden später kommt es dann zum bekannten Durchfall, der auch blutig ausfallen kann. Durch die vermehrten Traktionen im Verdauungsapparat sind starke Bauchschmerzen und Krämpfe keine seltene Begleiterscheinung.
  2. Da der Körper stark gegen die Erkrankung ankämpft, kommt es zudem zu Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Auf Grund des hohen Flüssigkeits- und Mineralverlustes fühlt sich der Erkrankte oft schlapp, schwindelig und antriebslos und verspürt kaum Appetit.
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Hausmittel gegen Durchfall und Übelkeit

Da der Körper viel Flüssigkeit und damit vor allem Salze und Zucker verliert, helfen leicht verdauliche Kohlenhydrate, in Form von Zwieback, Salzstangen oder Weißbrot, sowie zuckerhaltige Getränke, wie Cola, schnell Durchfall und Übelkeit zu lindern. Aber auch Pfefferminz- und Kamillentee sowie eine Gemüsebrühe versprechen ähnliche Erfolge. Strikte Bettruhe und ein aufgewärmtes Kirschkernkissen helfen zusätzlich bei starken Krämpfen und Schmerzen.

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Wann muss der Arzt aufgesucht werden?

  1. Normalerweise verläuft die Krankheit relativ harmlos und ist innerhalb von 3 – 7 Tagen überstanden. Der Besuch eines Arztes ist daher oft nicht notwendig, da auf Grund der Begleiterscheinungen Antibiotika und ähnliche Mittel bei einer Magen-Darm-Grippe eher gemieden werden. Jedoch verschreibt der Arzt gerne Kohletabletten oder medizinische Hefe, die den Durchfall erfolgreich stoppen und den Verlauf der Krankheit damit angenehmer gestalten können.
  2. Kommt es jedoch zu Komplikationen ist ein Arztbesuch unabdingbar. So kann der starke Flüssigkeitsverlust schnell zur Austrocknung des Körpers und starkem Gewichtsverlust führen, was Kreislaufprobleme, ein Nierenversagen oder Krampfanfälle nach sich ziehen kann. Auch zu hohes Fieber und Blut im Stuhl sind Anlass genug den Arzt zu kontaktieren.
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Magen-Darm-Grippe: Wann darf man wieder essen?

Generell ist während der Erkrankung scharfes, zu stark gewürztes und zu fettes Essen zu meiden, da dieses die empfindlichen Schleimhäute weiter reizen würde. Ebenso sollte auf Nikotin, Alkohol und Koffein verzichtet werden. Selbst wenn Erbrechen und Durchfall schon vorüber sind, sollte weiterhin auf schonende Kost geachtet werden, da eine zu schnelle Überreizung der Schleimhäute eine erneute Entzündung bedeuten könnte. Sie sollten versuchen sich langsam wieder an die normalen Essensgewohnheiten heranzutasten und können nach drei beschwerdefreie Tagen wieder normal genießen.

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Magen-Darm-Grippe im Urlaub

Da eine Magen-Darm-Grippe oft auf fehlende Hygiene zurückzuführen ist, sollten Sie besonders im Urlaub darauf achten, rohe und ungewaschene Nahrung zu vermeiden. Schälen Sie Obst zusätzlich bevor Sie es zu sich nehmen und genießen Sie Fleisch nur durchgebraten. Zudem sollte Ihre Reiseapotheke für eventuelle Vorkommnisse Kohletabletten oder medizinische Hefe enthalten, die neben Kamillentee und Cola zu mindestens eine kleine Linderung versprechen.

Artikelfoto: Michaela Rofeld (Fotolia)

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