Luka Fineisen: Junge Installationskunst im Fokus

Luka Fineisen gelingt es, Dingen gleichzeitig einen dauerhaften Zustand und einen flüchtigen Moment zu geben. Die Materialien ihrer Installationskunst speisen sich aus Gießharz, Folie, Licht, Schaum und Rauch und durch sie gelingt es der 1974 geborenen Künstlerin, ihren Werken einen Übergangscharakter zu verleihen, sie einerseits flüchtig wirken zu lassen und andererseits beständig. Die Galerie k4 in München widmete ihr 2009 die AusstellungSuprafluid“.

Luka Fineisen: festgehaltene Zustandsänderung

Ein gut gewählter Titel, der nahelegt, wie Luka Fineisens Installationen im Raum fließen und verharren, den Raum haptisch, optisch, auditiv und mit ihrem Geruch einnehmen und somit nicht nur als Kunstwerk erfassbar werden:

Der Ausstellungsraum und der Betrachter selbst werden beide zum Teil der Installationskunst. So wird die Maschine, deren einzige Aufgabe ist, zu laufen, in „Never change a running system“ erst durch den Zuschauer komplett, beim Stück „Hot Thoughts“ bezieht der Geruch des Honigs auf einer Herdplatte den ganzen Raum mit ein.

Gerade die Folien-, Schaum- und Gießharz-Werke von Luka Fineisen verbinden mehrere Systeme des Seins miteinander: Was flüssig wirkt, ist eigentlich fest, natürliche Konstellationen wachsen im Kunstraum. Die Galerie k4 hat ihre Ausstellungen eingestellt, doch bis dahin zeigte „Suprafluid“ eine der beeindruckendsten Installations-Schauen in München.

Installationskunst: Ausstellungen in Essen und Everswinkel

Die Werke der in Offenburg geborenen und in Köln arbeitenden Künstlerin können derzeit bei der RUHR 2010 in Essen gesehen werden. Auch hier ist der Titel „liquid area / Mapping the Region“ Anlass zur Auseinandersetzung mit der künstlerischen Gestaltung flüssiger Zustände. Daneben hat Luka Fineisen auch eine Installation zur Skulpturen-Schau „Stille Winkel 2010“ in Everswinkel beigesteuert. Nach 12 Jahren wird der Ort wieder durch viele Künstler im öffentlichen Raum bereichert.

Luka Fineisen hat hierfür ihren natürlichen Hügel aus Erde, Rollrasen und Siebdruckplatten unter dem Namen „Oszillation“ für die Ausstellung bereit gestellt.

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