Lebensmittelverschwendung vermeiden: Tipps für den Alltag

Wie kann man Lebensmittelverschwendung vermeiden? Es geht dabei natürlich nicht nur darum, den eigenen Teller stets leer zu essen. Schauen Sie einmal über den Tellerrand, was noch alles möglich ist.

Lebensmittelverschwendung vermeiden: So wird's gemacht!

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Das Mindesthaltbarkeitsdatum

  1. Viele Verbraucher halten sich sklavisch an das Mindesthaltbarkeitsdatum, und vergessen dabei häufig, dass es hier nicht um die reine Haltbarkeit geht, sondern eben um die Mindesthaltbarkeit. Dies deutet an, dass das Lebensmittel bis zu diesem Zeitpunkt seine beste Qualität hat. Viele Lebensmittel sind jedoch auch noch einige Tage oder sogar Wochen haltbar nach diesem Datum.
  2. Ob ein Nahrungsmittel schon verdorben ist, erkennen Sie an einem veränderten Geruch, Geschmack oder Aussehen, sowie deutliche Anzeichen wie Schimmel.
  3. Vorsicht ist natürlich geboten bei leicht verderblichen Speisen wie Milchprodukten, Eier, Fleisch und Fisch.
  4. Besonders lang haltbar auch über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus sind übrigens stark zuckerhaltige Speisen wie Sirup und Honig.
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Einkaufsplan

Wer sein Essen gern plant und organisiert, ist mit einem Einkaufsplan für mehrere Tage oder eine Woche gut bedient und kann auf diese Weise vermeiden, nach Lust und Laune zuviel einzukaufen, was sich dann eventuell nicht lang genug hält. So wird das Lebensmittelverschwendung vermeiden einfacher.

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Bei Hunger nicht einkaufen gehen

Gehen Sie nach Möglichkeit bei starkem Hunger nicht einkaufen. Aus psychologischen Gründen führt dies meistens dazu, dass Sie mehr einkaufen, als Sie eigentlich vorhatten. (Übrigens kann auch das häufige Bezahlen mit einer Karte dazu führen, dass Sie mehr einkaufen als beabsichtigt.)

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Obst und Gemüse

Obst und Gemüse gibt es in einigen Supermärkten nur fertig abgepackt in teilweise großen Mengen. Vor allem in Single- oder Zweierhaushalten kann das zuviel sein, so dass man nicht alles verbrauchen kann, bevor etwas verdirbt. Hier gibt es zwei Möglichkeiten, um dies zu vermeiden:

  • Kaufen Sie große Mengen oder Tiefkühlgemüse/-Früchte und frieren Sie einiges davon ein zum späteren Verzehr. Eine Tiefkühlung ist allerdings nicht bei allen Sorten möglich.
  • Wenn Sie lieber frisches Gemüse und Obst verzehren, kaufen Sie für sich passende Mengen in gut sortierten Lebensmittelgeschäften oder speziellen Geschäften für Obst und Gemüse. Auch in Bioläden kann man die gewünschte Menge meistens selbst bestimmen.
  • Darüber hinaus kaufen Sie frisches vollreifes Obst und Gemüse am besten nur, wenn Sie es bald verzehren.
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Die richtige Lagerung

  • Achten Sie auf eine richtige Lagerung der Lebensmittel. Hinweise dazu finden Sie meistens auf der Verpackung. Äpfel und Kartoffeln, aber auch einige andere Obst- und Gemüsesorten können Sie bei Platzproblemen auch im Keller lagern, falls dieser nicht feucht ist.
  • Hier zwei etwas kuriose, aber wirksame Tipps: Brot bleibt im Brotkasten länger frisch, wenn Sie eine geschälte Kartoffel hineinlegen. Käse sollte man am besten in einer Käse-Box aufbewahren und ein Stück Würfelzucker hineinlegen. Der Zucker saugt Feuchtigkeit auf, dadurch hält der Käse länger.

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Reste verwerten

Wenn Sie nach Mahlzeiten Lebensmittel übrig haben, überlegen Sie, wie Sie daraus ein Reste-Essen machen können. Eine gute Möglichkeit sind beispielsweise Nudel- oder Kartoffelsalate oder Suppen mit Gemüseresten. Seien Sie kreativ, vielleicht erfinden Sie auf diesem Weg sogar ein neues Lieblingsrezept. Auch im Internet oder speziellen Kochbüchern finden Sie „Reste-Rezepte“, z.B. in Quickfinder Resteküche: Der schnellste Weg vom Rest zum Rezept von Gabriele Gugetzer.

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Speisen wieder aufwärmen

Die meisten Speisen lassen sich ohne große Aufwand wieder aufwärmen, ohne dass der Geschmack darunter leidet. Einige Gerichte schmecken sogar besser, wenn sie eine Weile durchgezogen sind, da sich das Aroma der Gewürze so noch verstärken kann.

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Umverpackungen meiden

Mit dem Vermeiden von Lebensmittelverschwendung geht idealerweise auch die Vermeidung von allzu viel Verpackungsmüll einher. Hier dazu einige Tipps:

  • Lassen Sie sperrige Umverpackungen aus Pappe oder anderen Materialien im Supermarkt zurück, das ist in den meisten Geschäften möglich.
  • Kaufen Sie Lebensmittel stets mit eigenen Einkaufstaschen ein und besorgen Sie nicht extra eine Kunststofftüte im Laden. Allein in Deutschland landen unglaubliche Mengen an Kunststofftüten täglich im Müll. Manche Leute haben übrigens stets einen leicht verstaubaren Einkaufsbeutel dabei für den Fall, dass sie unerwartet noch etwas einkaufen müssen.
  • Verzichten Sie wenn möglich, auf Einweg-Kaffeebecher aus Styropor, Kunststoff oder Pappe. Bereiten Sie sich stattdessen selbst Kaffee, Tee oder andere Heißgetränke zu und füllen Sie diese für unterwegs in Thermoskannen oder verschließbare to-go Becher für den mehrfachen Gebrauch.
  • Ähnliches gilt für Einweg-Verpackungen für Pausenbrote und andere Snacks, z.B. aus Frischhaltefolie, Alufolie oder in Brottüten. Eine wiederverwendbare Brotbox ist in diesem Fall empfehlenswerter, selbst wenn sie aus Kunststoff ist.

Eine Meinung

  1. Hallo,

    ich kaufe grundsätzlich einmal im Monat die Grundnahrungsmittel und gehe dann täglich, ich weiss was ich abends essen möchte, nach der Arbeit einkaufen. Mit meinem neuen Job lässt sich das leider nicht mehr so leicht handhaben, daher greife ich hin und wieder auf Online-Supermärkte zurück. Erspart den Stress und die Versuchung doch das mitzunehmen, was ich hinterher wieder wegschmeissen muss … 😉

    Gruss

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