Kinder aufklären: Wie erklärt man Sex und Co?

Die Frage wann Eltern Kinder aufklären sollen ist nur eine der oft gestellten zu diesem Thema. Einerseits möchte man den richtigen Zeitpunkt nicht versäumen um anderen Einflüssen zuvorzukommen, andererseits will man auch nicht wahr haben, dass alles bereits viel früher aktuell ist für Kinder als noch in der vorigen Generation. Und selbst wenn Sie meinen, dass der Moment gut und richtig ist „Wie gehe ich sexuelle Aufklärung denn am besten an?“

Es geht nicht nur darum was Sie alles ansprechen sondern auch wie Sie es vermitteln. Sie werden es einfacher haben, wenn Ihre Erziehung und Ihr Familienleben von Offenheit und Natürlichkeit geprägt sind. Das bedeutet nicht unbedingt nur mit Kindern regelmäßig zum FKK Strand zu gehen. Da steckt noch einiges mehr dahinter.

Kinder aufklären: Was wird benötigt?

  • Normalität und Natürlichkeit, Ruhe und Gelassenheit, Konsequenz und Sicherheit

 

Kinder aufklären: So wirds gemacht!

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Was offene und natürliche Erziehung ausmacht.

Was heißt das denn nun wirklich. In einem Satz umschrieben kann man sagen „Die Dinge normal sein lassen“. Wird Nacktheit innerhalb der Familie in Form von Geheimnissen und Verstecken gelebt, dann sind Kinder irritiert und verunsichert, weil sie nicht wissen warum das so ist. Das vermittelt ihnen den Eindruck, dass etwas mit dem menschlichen Körper nicht normal ist und die tollsten Fantasien können entstehen. Daraus ergibt sich manchmal Schüchternheit und Schamhaftigkeit, die von anderen belächelt wird. Das Verhalten wurde von Seiten der Eltern ja angelernt und übernommen. Wichtig ist es die Balance zu finden zwischen gesellschaftlichen Regeln und freier Erziehung. Beides ist in seiner Extremform nicht förderlich. Zu einer guten offenen Erziehung gehört es Fragen von Kindern zu respektieren und zu beantworten. Die Beantwortung sollte altersgerecht sein und leicht verständlich. Erfahrungsgemäß werden Kinder da allerdings eher unterschätzt. Sollten bereits sehr früh Fragen zu Sex & Co kommen, dann bleiben Sie locker und erzählen Sie keine „Notgeschichten“. Klopfen Sie ab wie viel Ihr Kind denn schon weiß und geben Sie eine diesem Wissenstand entsprechende Erklärung, die aber nicht gelogen ist. Wie bereits oben erwähnt ist es sinnvoll, kein großes Geheimnis daraus zu machen. Auch Aussagen wie „Dafür bist du noch zu klein“ bringen Sie an der Stelle nicht weiter. Akzeptieren Sie, dass diese Fragen normal sind und Ihre Antworten es auch sein müssen. So wird Ihr Kind auf gewissen Weise sanft und natürlich in Sexualität hineinwachsen.

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Wann kläre ich mein Kind am besten auf?

Das ist nicht pauschal zu beantworten. Fest steht, dass die Kinder in der vierten Grundschulklasse erstmalig von Seiten der Schule mit Sexualität konfrontiert werden. Die Chancen, dass bereits vorher darüber gesprochen wird unter Kindern sind selbstverständlich groß. Sie kennen Ihr Kind am besten. Sensibilisieren Sie sich darauf, wann Sie meinen intensives Interesse und Neugierde zu erkennen. Das kann durch Fragestellungen sein aber auch durch Verhalten. Machen Sie sich schlau bezüglich guter Aufklärungsliteratur für Kinder. Ein gutes Buch kann Sie unterstützen. Trotzdem sollten die Aussagen und Erklärungen  von Ihnen kommen. Lassen Sie Ihr Kind nicht alleine damit. Ein Buch sollte nur ergänzend sein. Es gibt Kinder, die wissen bereits aus unterschiedlichsten Quellen besonders früh Details über den Geschlechtsverkehr. Die Frage ist aber „Verstehen Sie es auch?“ Etwas wissen und etwas begreifen sind zwei unterschiedliche Dinge. Deshalb lassen Sie sich durch nichts beeinflussen außer durch die mentale Bereitschaft Ihres Kindes.

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Wie kläre ich mein Kind am besten auf?

Nutzen Sie geschickt den richtigen Moment und die richtige Frage die von Seiten Ihres Kindes kommt. Geben Sie ruhig die Leitung des Gespräches ab und orientieren Sie sich an seinen Fragen. Ein wichtiger Faktor ist allerdings, dass Sie sich bewusst Zeit dafür nehmen und entspannt sind. Stress und Unruhe übertragen Sie auf Ihr Kind und damit können Sie der Mission Schaden zufügen. Kinder aufklären heißt nun auch nichts mehr unausgesprochen lassen, getreu dem Motto „Ganz oder gar nicht“. Ihre Einstellung ist wichtig und kommt an. Unsicherheit und Zögern wird umgehend wahrgenommen, also seien Sie konkret und konsequent in Ihren Aussagen. Sprechen Sie deutlich und flüstern Sie nicht. Offenheit, Ehrlichkeit und Geradlinigkeit sind jetzt gefragt. Führen Sie ein normales Gespräch und machen Sie das Thema nicht unnötig zu einem ganz besonderen. Wie schon gesagt ist Normalität der beste Weg.

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Was spreche ich an?

Bevor Sie nun sämtliche biologische Vorgänge erklären beachten Sie die für Sie als Eltern wichtigste Komponente, nämlich die psychologische Seite der Sexualität. Hier geht es um die Gefühle, die damit verbunden sind. Wir reden von Liebe, Vertrauen, Verantwortung und Hingabe. Was ist das Schöne daran mit einem Menschen zu schlafen? Diese Perspektive wird von den Schulen meist ausgespart denn da geht es um Biologie. Erzählen Sie von Ihren eigenen Erfahrungen mit Liebe und Sexualität und verdeutlichen Sie den Wert von Gefühlen. So lernt Ihr Kind über die Wichtigkeit auf sein Herz zu hören um aus seinem ersten Mal einen schönen und glücklichen Moment zu machen. Wenn Sie meinen, etwas nicht gut genug beantworten zu können geben Sie es zu und recherchieren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind im Internet oder in Büchern. Vermitteln Sie ein vollständiges Bild von Sexualität und sparen Sie nichts aus wenn es zur Sprache kommt. Verhütung ist da ebenso ein Thema. Tauchen Sie auch gemeinsam in die Geschichte ein. Wie war das früher in den Königshäusern oder unter dem einfachen Volk. Ihr Kind hat die große Chance selbst zu entscheiden und sein Leben zu planen auch was Liebe und Sexualität angeht. Es kann eine Familie gründen wann immer es möchte und es darf jederzeit „Nein“ sagen, wenn es etwas nicht mit seinen Gefühlen vereinbaren kann. Kinder aufklären heißt sie vorbereiten auf intime Beziehungen, in vielerlei Hinsicht.

Schwierigkeitsgrad:  

3 Meinungen

  1. 3GB für drei Minuten? Kann man das nicht runterschrauben? Man muss es ja nachträglich dann eh noch komprimieren. Hatte überlegt, mir so ein Ding zuzulegen, mit dem ich Gameplay von der Konsole aufzeichnen kann, da käme mir ein Tutorial gerade recht 😉

  2. Also ich kann nur empfehlen, die Kinder zu Beginn zu fragen was sie denn schon wissen. Oder ob es etwas gibt, das sie fragen möchten. Ansonsten gibt es auf http://harri-wettstein.de/
    wirklich gute Artikel, die man den Kindern gut näher bringen kann und ihnen somit schon eine Grundvorstellung vermittelt.

  3. Also ich kann nur empfehlen, die Kinder zu Beginn zu fragen was sie denn schon wissen. Oder ob es etwas gibt, das sie fragen möchten. Ansonsten gibt es auf http://harri-wettstein.de/
    wirklich gute Artikel, die man den Kindern gut näher bringen kann und ihnen somit schon eine Grundvorstellung vermittelt.

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