Kellnern auf dem Oktoberfest: Wie bekommt man Jobs auf der Wiesn?

Das Oktoberfest steht wieder vor der Tür, in wenigen Tagen beginnt das größte Volksfest der Welt. Mit rund 6 Millionen Besuchern aus aller Welt, wird auch dieses Jahr wieder gerechnet, und die wollen versorgt werden: Allen voran mit Bier, was bedeutet, dass Jobs auf der Wiesn, vor allem als Kellner, zuhauf vorhanden sind. Alle großen sowie kleinen Festzelte benötigen Bedieungen, und somit wird Personal jedes Jahr händeringend gesucht. Und eines sei gleich gesagt, ein Zuckerschlecken sind Jobs auf der Wiesn nicht: 17 Tage lang Vollgas geben ist das Mantra für die Bedienungen auf dem Oktoberfest. Und auch Muskelkraft sollte man mitbringen, denn die Maßkrüge müssen in vollem Zustand an die Tische gebracht werden. Wer sich jedoch gewappnet fühlt, sich für einen der Jobs auf der Wiesn zu bewerben, kann in weniger als drei Wochen einen ordentlichen Verdienst erwerben. Hier sind die Infos zu den Jobs auf der Wiesn.

Jobs auf der Wiesn: So wirds gemacht!

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Bewerbung

Wer einen Job als Kellner/-in auf dem Oktoberfest ergattern möchte, kann sich entweder auf wiesnjobs.de oder direkt bei den Festzeltbetreibern für einen solchen bewerben. Die Kontaktdaten der großen Festzelte finden Sie hier, auch die kleinen Festzelte kann man kontaktieren. Wer zwar gerne auf der Wiesn arbeiten möchte, den Kellnerjob aber nicht bevorzugt, der findet auf der wiesnjobs-Seite auch andere Stellungsausschreibungen, zum Beispiel als Security-Mitarbeiter/-innen, Blumenverkäufer/-innen, oder als Aushilfe im Souvenirladen. Auch die Seite ganz-muenchen.de bietet Auskunft über Arbeitsmöglichkeiten und ermöglicht Arbeitswilligen zudem, ihre Gesuche online zu stellen.

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Online-Bewerbung vs. Direktbewerbung

Für Ihre Online-Bewerbung bei wiesnjobs.de müssen Sie sowohl Ihren Lebenslauf mit Foto sowie das Bewerbungsformular ausfüllen und abschicken. Bei erfolgreicher Vermittlung fällt eine Gebühr in Höhe von 70 Euro an. Wer sich direkt bei den Betreibern bewirbt, kann hier sparen, muss allerdings gegebenenfalls wesentlich mehr Eigeninitiative zeigen.

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Arbeitszeiten und Verdienst

Es ist nicht ungewöhnlich, als Bedienung auf den Wiesn 17 Tage am Stück zu arbeiten. Um 10.00 Uhr öffnen die Zelte, der Bierausschank endet unter der Woche meist um 22.30 Uhr, die Zelte schließen um 23.30 Uhr. Auch hier gibt es Ausnahmen, einige der großen Zelte haben noch eine Stunde länger ihre Bierhähne geöffnet. Am Wochenende sind die Zelte bereits ab 9.00 Uhr für die Besucher offen. Die Münchner Abendzeitung sprach von Spitzensätzen beim Verdienst von bis zu 15.000 Euro für einen Kellner auf den Wiesn – was allerdings etwas zu hochgegriffen scheint. Der Durchschnittsverdienst sei um die 5500 Euro für die langen zweieinhalb Wochen. Bei den Wiesn verdienen die Kellner/-innen folgendermaßen: Sie kaufen das Bier von den Wirten ab, und verkaufen es an die Gäste weiter. Pro Maß machen Sie dabei einen Gewinn von rund 50 Cent, das durchschnittliche Trinkgeld von nochmals 50 Cent nicht mitgerechnet. Da eine Bedienung normalerweise für rund vier Tische zuständig ist, an denen jeweils etwa zehn Personen sitzen, gehen so, je nach Besucherandrang täglich zwischen 100-300 Maß über den Tresen. Erfahrene Bedienungen stellen klar, dass die Arbeit auf dem Oktoberfest ein Knochenjob ist, als Nebenverdienst (sehr viele Wiesenbedienungen nehmen sich für das Oktoberfest frei) jedoch lohnt. Denn in gut zwei Wochen bis zu 10.000 Euro (das ist in den Promi-Zelten durchaus üblich) zu verdienen, entlohnt für so manchen Muskelkater in den Armen. An vielen Ständen, so zum Beispiel als Mandelverkäuferin, arbeitet man rund zehn bis elf Stunden am Tag. Der Durchschnittsverdienst pro Stunde beträgt 9 Euro, auch hier darf das (wesentlich geringere) Trinkgeld einbehalten werden.

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Diese Eigenschaften sollten Sie mitbringen

Ganz klar muss gesagt werden, dass ein Job auf der Wiesn nicht für jedermann geeignet ist. Folgende Eigenschaften sollten Sie mitbringen:

  • Wer auf der Wiesn als Kellner „überleben“ will, sollte sich durchsetzen und Gehör verschaffen können. Bei den vollen Bierzelten muss man den vielen Besuchern oft klar machen, dass sie hier oder dort nicht stehen können, seine vollen Bierkrüge schnell zum Tisch bringen und nicht zimperlich sein, wenn der ein oder andere Gast auch einmal unfreundlich wird. Gerade zu späterer Stunde kann der Genuss des Starkbieres dann nämlich auch mal für einen raueren Ton sorgen.
  • Geduld ist ebenfalls wichtig, denn gerade bei angetrunkenen Gästen kann nach zwei Wochen der ein oder andere Spruch zum gefühlten hundertsten Mal gefallen sein. Der Kunde ist aber auf dem Oktoberfest immer noch König, und sollte auch so behandelt werden.
  • Ausdauer ist eine wichtige Eigenschaft! Zum Einen sind die Maßkrüge, von denen einen gute Wiesnbedienung durchaus zehn Stück auf einmal stemmen können sollte, nicht gerade leicht, zum Anderen ist die immer gleiche Beschallung der Blasmusik und die stickige Luft in den Zelten nicht die allerangenehmste Arbeitsatmosphäre.
  • Humor ist, wenn man trotzdem lacht und auch wenn es nach stundenlanger Arbeit vielleicht schwerfällt, ist eine gute Portion davon genauso wichtig wie eine freundliche Ausstrahlung, um sowohl selber Spaß zu haben als auch um gutes Trinkgeld zu bekommen.

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