Keine leeren Versprechungen bei Volvo

Zur Markteinführung des neuen Volvo V60 gab es freilich eine Eventreihe für geladene Gäste. Dabei wurden die Fans des Mittelklasse-Kombis umweltfreundlich bewirtet – nicht nur anhand lokaler Spezialitäten in moderner Darreichungsform.

Anlässlich der Volvo V60 Premieren-Tour, deren Abendveranstaltung in Berlin von rund 650 Gästen besucht wurde, achteten wir nicht nur auf den neuen Mittelklasse-Kombi, sondern auch auf die Einhaltung eines Versprechens: „Umweltschutz ist einer der Kernwerte unserer Marke und Volvo Cars ist darin bestrebt, seinen globalen ökologischen Fußabdruck in den kommenden Jahren zu minimieren. Neben dem Verzicht auf Einwegmaterialien aus Plastik in unseren Büros, Kantinen und Veranstaltungen wollen wir im Jahr 2025 cirka 25 Prozent aller im Fahrzeug verbauten Kunststoffe aus recycelten Materialen verwenden“ erklärte das Unternehmen. Das wurde gehalten, statt Einweg-Plastik gab es Porzellan, Papier und Glas – sowie echte Strohhalme. Echte. Mit dieser Erkenntnis waren die wesentlichen Fragen beantwortete, bei allen weiteren sorgte Volvo für Klarheit.
Wie sieht es mit aus nachhaltig erzeugten Rohstoffen gewonnenen, biologisch abbaubaren Kunststoffen aus? Können wir Geschirr und Besteck aus solchen Werkstoffen bei künftigen Veranstaltungen erwarten – oder auch nicht?
Volvo: „Wir prüfen vor jeder Roadshow, jedem Event und jeder Veranstaltung, welche Materialien für unsere Zwecke am besten geeignet sind, in diesem Bereich entwickelt sich das Angebot ja sehr schnell, und es kommen immer neue, verbesserte Produkte aus nachhaltigen Rohstoffen auf den Markt. Sollten die von Ihnen genannten Kunststoffe unseren Kriterien an Nachhaltigkeit und biologischer Abbaubarkeit entsprechen, ist es durchaus möglich, im Rahmen einer zukünftigen Veranstaltung diese Stoffe ebenfalls einzusetzen.“
 
Nach reichlich Plastikverpackungen im Rahmen der XC40 Premieren-Tour im vergangenen Jahr – einzeln in Kunststoffschachteln verpackte Appetithäppchen – wurde Volvo Cars bei der V60 Roadshow wieder dem grünen Image gerecht. Hinter dem Plastikbann steckte aber mehr als nur Imagepflege, oder?
Volvo: „Bei der #XCITENIGHT Tour für den Volvo XC40 wurde – wie seit Jahren bereits üblich – kein Einweg-Plastik verwendet. Die von Ihnen genannten Schalen bestanden aus Zuckerrohr, die in Recycling-Pappschachteln verpackt waren. Sämtliche für die jeweiligen Touren verwendeten Catering-Bestandteile waren und sind aus organischen Stoffen produziert und biologisch abbaubar, darauf legen wir bei Volvo Cars größten Wert.“
 
Oho, die damalige Nutzung von ökologisch abbaubarem Kunststoff war uns nicht bekannt – und angesichts der hochwertigen Materialien auch nicht aufgefallen. Welche Herausforderungen sind bei derart großen Events wie der Volvo V60 Premieren-Tour zu bewältigen, will man auf Einwegplastik verzichten? Wie wirkt sich der Umschwung auf die Kosten aus?
Volvo: „Es ist in der heutigen Zeit im Grunde keine allzu große Herausforderung mehr, auf Einweg-Plastik zu verzichten, denn es gibt auf dem Markt mittlerweile eine große Anzahl an Alternativen, die sowohl biologisch hergestellt als auch biologisch abbaubar sind. Man muss dieses Konzept nur konsequent umsetzen und mit entsprechenden Mehrkosten kalkulieren, aber das ist es uns in jedem Fall und bei jedem Event wert.“
 
Wie viele Kilogramm oder Kubikmeter Müll wurden auf der Volvo V60 Premieren-Tour dank Porzellan, Brötchentüten und Glas eingespart?
Volvo: „Hierzu können wir Ihnen keine Antwort geben, da wir dies nicht erheben.“
 
Ach, schade. In wie weit ist denn den Gästen der V60-Roadshow der Einwegplastik-Verzicht aufgefallen? Wie war das Feedback?
Volvo: „Wir verzichten bereits seit Jahren im Rahmen unserer Roadshows, Events und auch bei den Veranstaltungen des Volvo Forums auf Einweg-Plastikmaterialien. Manchen Gästen fällt das mehr, anderen weniger auf. Es gibt hierzu in unseren Feedbackbögen, die wir regelmäßig nach jeder dieser Veranstaltungen an unsere Gäste versenden, in den Freitextfeldern positive Kommentare und auch in persönlichen Gesprächen mit unseren Gästen wird dies durchaus positiv angemerkt. Leider können wir Ihnen hierzu aber keine exakte Messgröße oder Prozentzahl nennen, da wir dies im Detail nicht abfragen.“
Vielen Dank!
Bilder: ©Arild Eichbaum

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