Just-in-HSV: Und wöchentlich grüßt das Murmeltier! Nur 1:1 Unentschieden für den gegen Gladbach.

Aber daraus wurde nichts. Der Teufelkreis schloss sich nicht. Wieder einmal hieß es nach 90. Minuten, dass Hamburg der deutlich überlegende Gegner war, jedoch kein zählbares Ergebnis vorweisen konnte. Zudem kam hinzu, dass jede Spielstatistik zum wiederholten Male angeführt wurde. Kaufen können sich die Verantwortlichen dafür im Nachhinein aber nichts. Außerdem wird der HSV ein fürchterliches Faktum nicht mehr los.

Seit April dieses Jahres sind die Jungs von Thomas Doll ohne Heimsieg. Schrecklich. Dennoch halten die Fans zu ihrem Verein. Das Stadion war heute abermals ausverkauft. Kurios, wenn man bedenkt, wo der HSV sich zurzeit tummelt. Seit der Sturmflut sind die Hamburger halt besonders leidensfähig. Einen Hamburger Jung haut so schnell keiner mehr um!

Zurück zum Spiel: die Mannschaft schaffte es nicht ihren 1:0 Vorsprung über die Zeit zu retten. In der 66. Minute gelang Ljuboja ein Tor, welches eines der schönsten HSV Tore der letzten Jahre war. Der zuvor schwache Atouba setzte sich zuvor auf der linken Außenbahn überwältigend durch und flankte nach Maß auf Daniel Ljuboja.  Der Serbe nahm die tief geschossene Flanke mit der Hacke an und versenkte den Ball direkt im kurzen Eck. Traumhaft!

Eine ganze Stadt dachte zu diesem Zeitpunkt: „Die Wende ist geschafft!“ Auch deswegen, weil der HSV nach dem Treffer weiterhin auf das Tor der Gladbacher zustürmte und die endgültige Entscheidung wollte. Ein erschöpfter und aufopfernd kämpfender Kapitän Rafael van der Vaart musste dem Kraftakt Tribut zollen und wurde völlig erschöpft ausgewechselt.

Diesen Moment habe ich dann mit der WM 2006 verglichen. Viertelfinale Deutschland gegen Argentinien. Deutschland findet nicht das richtige Rezept um die Gauchos zu knacken. Überraschend wird Juan Riquelme ausgewechselt. Argentinien gerät aus dem Konzept und Deutschland packt es!

Heute war es ähnlich. Irgendwie war der HSV auf einmal von der Rolle. Ohne Anführer und Spielmacher rannten die Spieler recht konzeptlos über den Rasen. Warum brachte Doll mit Wicky auch einen weiteren Abräumer und nicht Alexander Laas für das Kreative? Ein Fehler, den sich Thomas Doll meiner Meinung nach ankreiden muss. Einer der wenigen in den letzten Monaten. Dafür gab es in der 84. Minute die bittere Quittung. Gladbach nutzte seine dritte Chance des gesamten Spiels zum 1:1 Ausgleich. WM-Held Neuville sorgte für den ersten Auswärtspunkt der Fohlen in dieser Saison.

Trotz engagierter Leistung heißt es für den HSV also weiterhin: mitten im Abstiegssumpf! Arrgh… Nichtsdestotrotz wirft Thomas Doll das Handtuch nicht hin, was meiner Meinung nach der richtige Weg ist. Unter anderem deswegen, weil Spieler, die ihren Trainer loswerden wollen, nicht so fighten wie die HSV-er. Trotz viel Unvermögen und Pech. Und so bleibt zu hoffen, dass der HSV im nächsten Spiel gegen Tabellennachbarn Mainz 05 endlich die Kurve bekommt.

Eine Meinung

  1. Wiedermal ein netter Artikel,ich finde aber das jeglich van der vaart und vor alledem Daniel L. gekämpft hat.L. lief ja wirklich überall rum, und wäre Sanogo mal mitgezogen wäre es sicherlich ein schönes Sturm spiel geworden.L. sollte öfters mal so fighten.

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.