Just-in-HSV: Hamburg, was war das denn?! Spieltag Nr.1

Normalerweise ein klarer Dreier. Jedoch auch nur normalerweise. Vom Kopf und vom Papier her. Leider stimmte es mit der Einstellung in den Köpfen der Hamburger nämlich nicht so ganz. Offensichtlich waren diese mit ihren Gedanken immer noch bei den CL-Quali-Spielen gegen Pamplona. Was für ein Wahnsinn, mit welcher Arroganz die Hamburger gegen Arminia Bielfeld in der ersten Halbzeit auftraten. Thomas Doll, wie auch Rafael van der Vaart nach dem Spiel: „ Die schlimmste Halbzeit seitdem ich hier Trainer bzw. Spieler bin!" Die Kicker vom HSV dachten wohl, dass sie die Mannen von Thomas von Heesen mal eben 0815 vom Platz fegen könnten würden. Falsch gedacht, denn der ehemalige HSV-Star in Diensten der Arminia stellte seine Jungs hervorragend auf die Hamburger ein. Schnell wurde klar, dass dieses Spiel kein Selbstläufer wird. Im Gegenteil: kurz vor der Halbzeit markierte der Zweitliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison und Neu-Bielefelder Eigler das 1:0 nach einem fetten Klops von Herrn Demel. Ausgerechnet Demel, der in den letzten Spielen stets zu überzeugen wusste. Nun denn: jetzt hieß es „Spiel drehen"!  

In der zweiten Halbzeit traten die Hamburger wesentlich agiler, konzentrierter und willensstärker auf. Zur Freude aller HSV-Anhänger! Jedoch musste man nach den ersten vergebenen Chancen wieder feststellen: „Die Jungs haben vor dem Tor einfach kein Glück!" Oder ist es Unvermögen, wie einige „Experten" schon wieder behaupten? Ich denke nicht. Wir sollten dem neuen Strumduo Guerrero/Sanogo ihre Chance geben und sie nicht umgehend wieder verteufeln. Ein Kevin Keegan war in seinem ersten HSV-Jahr auch noch nicht gleich die „Mighty Mouse". Also Leute: nicht in Panik ausbrechen und alles schlecht reden. Natürlich fehlt ein Barbarez mit seiner Erfahrung und Abgebrühtheit, aber der HSV steht eben für eine neue Philosophie mit jungen und hungrigen Spielern.

Bei Sanogo verhält sich diese Thematik jedoch ein wenig anders. Nach seinem Treffer im Liga-Pokal gegen Werder Bremen sorgte er gegen Bielefeld zumindest für den Ausgleichstreffer, welcher den Start in die After-WM-Saison ein wenig verträglicher erschienen ließ. Und lieber jetzt einen Dämpfer kassieren und daraus lernen, als später wieder im Endspurt zu verreißen oder in der Quali gegen Osasuna die Pleite zu kassieren.

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