Just-in-HSV: 0:1 Pleite für Hamburg bei zahnlosen Wölfen. Ich bekomme langsam ein Magengeschwür!

Jedoch stand es nach 90. Minuten 0:1 aus Sicht des HSVs. Und somit stehen die Hamburger zum wiederholten Male mit leeren Händen da. Beschweren dürfen sie sich bei niemandem. Zwar hatte Schiedsrichter Merk den Hamburgern in der zweiten Hälfte einen glasklaren Elfer verweigert und eine nicht vorhandene Abseitsposition als solche erkannt (vdV wäre alleine auf Jentzsch zugelaufen), dennoch vergaben Dollis Jungs im weiteren Verlaufe des Spiels einfach zu viele Chancen. Und wer die Pille nicht reindrückt, hat es im Endeffekt einfach nicht verdient, zumindest einen Punkt mitzunehmen.

Dabei sah es vor dem Spiel nach Umbruch aus. Sechs „Neue“ in der ersten Elf, im Vergleich zum Porto-Spiel. Allerdings war nach Anpfiff auch bei den „Neuen“ die Verunsicherung derart zu spüren, dass man genau wusste: dieses Spiel wird ein explizit harter Brocken.

Außerdem wurde dem Fan vor dem TV dann zusätzlich ins Gedächtnis gerufen, dass Trainer „Auge“ die Wolfsburg-Defensive zu der zweitbesten in der Bundesliga geformt hat.

„Ach du meine Güte“, dachte ich mir, „wie soll das unser Flaute-Sturm bloß richten?“

Leider behielt ich im Endeffekt Recht. Benni Lauth arbeitete zwar emsig, dennoch gelang im so gut wie gar nichts in der Spitze. Ähnliches galt für Paolo Guerrero, der hin und wieder wenigstens ein bisschen Torgefährlichkeit versprühte. Mit den eingewechselten Sanogo, Ljuboja und Trochowski wurde die Schlusshalbestunde eingeläutet. Zwischenzeitlich hatte der HSV dann einen Ballbesitz von über 70%. Tatsächlich brachten sie es nicht fertig diese deutliche Überlegenheit in Tore umzumünzen. Viel mehr bleibt also nicht zu sagen. Bis auf, das Mike Hanke und Jacek Krzynowek sich zum Traumpaar in der Bundesliga entwickeln. Der Pole leitete mit einer schönen Flanke auf Hankes Kopf das entscheidende 1:0 ein.

Mit Juan Pablo Sorin verletzte sich mal wieder ein „Leistungsträger“ und der Vorstand steht weiterhin bedingungslos hinter Trainer Thomas Doll. Beiersdorfer im Anschluss des Spiels: „Wir können uns glücklich schätzen, einen Trainer haben, der Tag für Tag mit einer Leidenschaft an seinen Job herangeht, wie es kaum vorstellbar ist. Diesen schweren Weg gehen wir gemeinsam.“ Die HSV-Fans sehen dies wohl genauso und feierten ihre Spieler nach dem für die couragierte und engagierte Leistung. Obendrein wurde der Name Thomas Dolls nach dem Spiel solange geschrieen, gesungen und bejubelt, bis er nicht mehr anders konnte: er kam aus dem Kabinentrakt hinaus in die Fankurve und bedankte sich für diese im Fußball einmalige Unterstützung seiner Anhänger. Tja, wenigstens flog auch heute wieder keiner vom Platz und die Leistung an sich stimmte. Arbeitsverweigerung kann ich den Spielern also nicht vorwerfen. Einzig die Glücklosigkeit treibt meinen Magen so langsam in gefährlichen Zonen eines fiesen Geschwürs. Dementsprechend würde ich mir wünschen, dass sich die Spieler in Zukunft ans Fließband für Tore stellen. Ansonsten würde es mich keineswegs wundern, wenn sich mein körperlicher wie auch psychischer Zustand in der nächsten Zeit dramatisch verändert.

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