Interview mit Laserkraft 3D: Über Youtube, die GEMA und Urlaub

In der nationalen Techno und Electroszene sind Laserkraft 3D vor allem durch den Titel „Nein Mann“ und zahlreiche gute Remixe sehr bekannt. Im August kommt ihre neue Single „Urlaub“ auf den Markt, mit dem die Jungs auch in den Charts wieder durchstarten wollen. Im Interview mit dem Internetradiosender EINS.fm verriet Tim von Laserkraft 3D, wie der Titel zustande gekommen ist und ob bald auch ein erstes Album auf den Markt kommt.

Euer neuer Titel heißt Urlaub. Wie ist der Titel entstanden?

Wir sind selbst ganz gut unterwegs in den letzten 1-2 Jahren und da kommt Urlaub dann doch manchmal ein bisschen zu kurz. Von daher hatten wir vor allem auch aufgrund der ganzen Reisen und dem ganzen Leben in Clubs und während der Nacht einfach mal Bock eine entspannte Nummer zu machen, die mal zum ausspannen im Sommer passt.

Wohin fahrt ihr dieses Jahr in den Urlaub? Oder fällt Urlaub für euch in diesem Jahr aus?

Ich hoffe das wir es hinbekommen irgendwann im Spätsommer oder Herbst ein bisschen weg zu fahren und dann soll es in jedem Fall ein südliches Ziel werden, um auch ausreichend Sonne tanken zu können. Am besten sollte es auch ein Ziel sein, was ganz weit weg von Telefonmasten und Internetverbindungen ist.

Was gehört für euch zu einem richtigen Urlauben dazu?

Auf jeden Fall ist es wichtig, dass es ein paar Tage am Stück sind. Also es sollte nicht nur zwei bis drei Tage sein, sondern schon etwas länger damit man sich Zeit nehmen und mal abschalten kann. Die Pflichten sollten am besten komplett zuhause bleiben. Erst dann ist es Urlaub.

Was habt ihr vor Laserkraft 3D gemacht? Habt ihr da einen richtigen Beruf gelernt oder gings direkt mit 18 auf die Bühne?

Wir haben beide nach dem Abi direkt ein Studium in Digitale Medien in Mannheim begonnen und da haben wir uns auch kennengelernt. Dann so gegen Ende des Studiums kam irgendwann Nils rein in die Vorlesung und meinte zu mir „Eh, lass uns doch eine Electroband gründen. Lass uns gemeinsam Musik machen.“. Wir hatten beide schon länger aufgelegt und Musik gemacht. So ist Laserkraft 3D entstanden.

Viele eurer Fans warten auf das erste Album von euch. Wann kommt es raus?

Wir haben eine ganze Menge Material auf Halde, an dem wir gerade arbeiten. Wir haben mit unserem zweiten Track nach „Nein Mann“ auch eine ganze Weile gewartet, bis wir etwas hatten, womit wir auch selbst zufrieden waren und dahinter stehen konnten, auch wenn das wirtschaftlich gesehen nicht das Beste war. So ungefähr machen wir das auch bei dem Album. Wir arbeiten sehr konzentriert daran und haben theoretisch schon Material für zwei Alben. Da ist dann allerdings die Frage welche Nummer am besten wird und was bei einer Nummer vielleicht noch fehlt. Wir wollen solange daran arbeiten, bis bei keiner Nummer mehr etwas fehlt.

Dann seid ihr auch so richtige musikalische Perfektionisten?

In gewisser Weise. Die Tracks die wir veröffentlichen müssen uns ein gutes Gefühl geben und das müssen wir dann in gewisser Hinsicht auch erreichen.

Vor zwei Jahren habt ihr einmal gesagt, dass ihr außerirdische Roboter seid, die die Welt erobern wollen. Wie weit seid ihr mit eurem Plan?

Die Welteroberung schreitet in kleinen, feinen aber zielgerichteten Schritten voran. Wir versuchen erstmal den Musikmarkt und den ein oder anderen Club zu erobern. Danach werden wir unsere politische Karriere in Angriff nehmen.

Was ist euch lieber: Remixen oder eigene Tracks zu produzieren? 

Das kann man gar nicht so pauschal sagen. Es hat beides etwas für sich. Das ist so ein bisschen wie die Frage ob man lieber auf Clubs oder auf Festivals spielt. Letztendlich macht beides Spaß. Wenn man eine eigene Nummer gemacht hat, mit der man richtig zufrieden ist, dann ist das natürlich großartig. So zur Abwechslung mal an einer Idee von jemand anderem weiterzuarbeiten und nicht von Null starten zu müssen macht auf jeden Fall auch Spaß.

Von welchem Künstler würdet ihr gern mal remixen? 

Das geht bei Künstlern wie Lana Del Rey los von der es ein paar richtig geile Deep Techhouse/New Disco Remixe gibt, über Leute wie Boyz Noise oder Daft Punk, die im elektronischen Bereich große Namen sind, bis zu nicht so in der Breite bekannten Techno- und House Acts, die aber gute Musik machen. Es ist weniger so eine Frage des Namens, sondern eher des Songs ob man den remixen will.

Ihr seid auch durch Youtube sehr bekannt geworden. Jetzt sperrt die Gema reihenweise Musik auf der Videoplattform. Was haltet ihr von der Youtube/Gema Diskussion. Ist die Verwertungsgesellschaft im Recht oder nicht?

Wir sind aufgrund der Dinge die wir mit Youtube erlebt haben gegenüber der Plattform auf jeden Fall positiv eingestellt. Grundsätzlich ist es aber nicht verkehrt, wenn es eine Institution gibt, die Geld für die Künstler bei der Aufführung der Musik eintreibt. Das wahrscheinlich Problematische ist, dass die Gema versucht, das Geld was im Internet verloren geht an einer anderen Stelle, den Clubs zum Beispiel, wieder zu bekommen, die aber für die Entwicklung gar nichts können. Das wäre aber wahrscheinlich eher die falsche Herangehensweise.

Wenn ein Track von euch bei Youtube also gesperrt würde, dann würdet ihr dagegen vorgehen? 

Ich glaube jeder einzelne Track, den wir bisher auf Youtube hochgeladen haben, wurde mindestens 3 Mal gesperrt. Wir mussten E-Mails schreiben, herumtelefonieren und Leuten auf die Füße treten. Dankbarerweise hat das teilweise auch unser Label übernommen. Da hatten wir auch schon genug Probleme damit, dass die Songs wieder online kommen.

Eine Meinung

  1. Ich stimme da den Kollegen völlig zu, die Gema versucht echt das verloren gegangene Geld über die falschen Stellen wieder rein zu holen. Anstatt das die mal die Verhandlungen mit youtube endlich beschleunigen sind jetzt leider die Clubs drann. Mal schauen wie sich das alles weiter entwickelt. danke für das tolle Interviewlg Franjo

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