Inside S04 ? Vom Chancentod zum Matchwinner

Auch ohne den Erfolgsgaranten Christian Pander, der sich im Abschlusstraining einen Bänderriss zuzog, agierte das königsblaue Defensivbollwerk sehr kompakt und lies insgesamt nur wenig hessische Chancen zu. Kam ein Frankfurter durch, wurde er von Manuel Neuer gestoppt, der sich mehrfach mit überragenden Paraden auszeichnete. Nur in der 48. Minute wurde er von Takahara bezwungen. Der Japaner nutzte die Unordnung der Schalker Hintermannschaft, nachdem Huggel Höhe Mittellinie einen Zweikampf gegen Kobiashvili gewann und den Ball direkt in die Nahtstelle der Viererkette passte.

Schalke begann konzentriert und hatte Ball und Gegner im Griff. Die erste Schalker Chance konnte Varela nach schönem Zuspiel von Kuranyi zum 1:0 nutzen (17.). Kurz danach setzte Schalke einen Konter. Lincoln lief auf der rechten Seiten in den Strafraum und passte in die Mitte zum besser postierten Halil Altintop. Dieser Pass wurde von Kyrgiakos allerdings zur Ecke geklärt. Lincoln hätte es in dieser Situation selbst versuchen sollen. Wäre aber dieser Eigensinn schief gegangen, hätte er gnadenlos die Pfiffe der Fans über sich ergehen lassen. Ein Teufelskreis. Mit mehr Selbstbewusstsein hätte er es sicherlich selbst versucht. Nach dieser Aktion passierte relativ wenig.

Die zweite Halbzeit begann gleich mit dem Ausgleich. Die Knappen schienen noch gar nicht auf dem Platz zu sein. Danach spielte Frankfurt offensiver, ohne dies zählbar umzusetzen. Die Hereinnahme von Lövenkrands für Varela (63.) und die Umstellung von 4-4-2 auf 4-3-3 belebte das Schalker Spiel. Schalke bemühte sich danach mehr und kam in der 70. Minute nach einer Ecke zum inzwischen verdienten 2:1 durch Kevin Kuranyi. Danach musste Frankfurt mutiger nach vorne spielen und wurde mehrfach ausgekontert. Von diesen Kontern konnte nur in der Nachspielzeit eine Chance von Kuranyi, der Markus Pröll locker umkurvte, zum 3:1 Endstand genutzt werden.

Die Abwehr muss eigentlich nur an der Stabilität arbeiten, während die Offensivabteilung weiter die Chancenverwertung eiskalter ausnutzen muss. Chancen gibt es in der Regel mehr als genug, die aber nur schwach ausgenutzt werden. Vor allem angeschlagene Teams, wie Frankfurt nach dem 1:0, müssen spätestens nach dem Führungstreffer so unter Druck gesetzt werden, dass sie erst in der Halbzeit wieder wissen, wo ihnen der Kopf steht. Da es dann schon locker 3:0 oder 4:0 stehen kann, ist es meistens schon zu spät, um selbst noch zu punkten. Dies kann am Mittwoch gegen Aachen geübt werden, bevor es am nächsten Sonntag zum Spitzenspiel nach Bremen geht.

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