Hypertonus: Was tun bei Bluthochdruck?

Ein Hypertonus wird bei einem Verhältnis von 140 zu 90 mmHg (Millimeter-Quecksilbersäule) festgestellt. Man unterscheidet zwischen jenen Werten, die durch eine temporäre Krankheit oder eine Schwangerschaft ausgelöst werden und solchen, die chronisch sind. In letzterem Fall lautet die Diagnose Bluthochdruck und der Arzt muss entscheiden, was dabei zu tun ist. Weitere Unterscheidungen werden in primärer und sekundärer Hypertonie getroffen. Primär oder essenziell bedeutet hierbei, dass keine klaren Ursachen erkannt werden können oder viele Faktoren dazu führen können.

Hypertonus: Stress und ungesundes Leben als Hauptfaktoren

95 Prozent der an Bluthochdruck leidenden Patienten sind von der primären Hypertonie betroffen. Man vermutet, dass Stress, Alkohol, Tabak und andere Fragen des Lebensstils nicht unbedeutend für die Entstehung des Hypertonus verantwortlich sind. Der Arzt stellt diese Form dann fest, wenn die klareren Faktoren der sekundären Hypertonie ausgeschlossen wurden.

Auch die Symptome beim Bluthochdruck sind sehr vielfältig. Kopfschmerzen, vor allem morgens, Schwindelgefühl, Übelkeit, Nasenbluten, Ermüdung und Schlafstörungen, Atemnot, Krämpfe und Probleme beim Sehen können auftreten. Bei einer Steigerung auf 230/130 mmHg können sogar Hirnschädigungen, Herzversagen, Herzinfarkte, Aortenrisse oder Lungenödeme entstehen.

Bluthochdruck: Volkskrankheit

Gegen Bluthochdruck helfen verschiedene Medikamente, die verschrieben werden, nachdem Patienten sich intensiven Tests unterziehen müssen. ACE-Hemmer, AT1-Antagonisten, Betablocker, Diuretika und Calciumantagonisten sollen zunächst einzeln und später in Kombination, dafür sorgen, dass der Hypertonus-Patient außer Gefahr von Organschädigungen gebracht wird.

Dazu muss auch die Lebensführung umgestellt werden. Es wird dazu angeregt, das Rauchen und den Alkoholgenuss einzustellen, Sport zu treiben, Stress zu vermeiden, Gewicht zu reduzieren und die Ernährung um Obst, Gemüse und Fisch zu erweitern. Diese Maßnahmen erweisen sich auch bereits im Vorfeld als äußerst gescheit, wenn man seiner anhaltenden Gesundheit vorbeugen möchte.

Weiterführende Links

Merkblatt für die Ernährung bei Bluthochdruck: http://www.sge-ssn.ch/fileadmin/pdf/100-ernaehrungsthemen/80-ernaherung_und_krankheit/Merkblatt_Ernaehrung_und_Bluthochdruck__Hypertonie_.pdf

4 Meinungen

  1. Hallo,Ich würde generell keine Medikamente gegen Bluthochdruck nehmen, Sport und richtige Ernährung schaffen da wohl gute Abhilfe.Wie schaut es eigentlich bei zu niedrigem Blutdruck aus, gibt es da auch bedenken, meine Frau hat nämlich zu niedrigen Blutdruck.Grüße

  2. Hallo Marc,

    Du hast völlig Recht, dass Sport und richtige Ernährung den Blutdruck senken können. Dem Rat, generell keine blutdrucksenkenden Medikamente einzunehmen, muss man jedoch widersprechen. Selbst unter optimaler Ausschöpfung aller nichtmedikamentösen Verhaltensweisen und Therapien zur Blutdrucksenkung, sind diese oft nicht ausreichend, um insbesondere den stärker erhöhten Blutdruck ausreichend senken zu können. Die Folgen des Bluthochdrucks können, wie im Blog oben beschrieben, aber sehr ernst sein.
    Also: zunächst nichtmedikamentöse Therapien ausnutzen und dann in einem zweiten Schritt, falls noch erforderlich, das optimale Medikament finden.
    Grüße
    Jürgen

  3. Ich würde auch von Medikamenten abraten und auf eine langfristige Strategie setzen, die durch Ernährung und Sport den Bluthochdruck wieder in den Griff bekommt.

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.