Hurra, mehr Dozenten für die Uni

200 zusätzliche Stellen für Professorinnen an den Hochschulen

Am Wochenende war eine der jüngsten Professorinnen im Porträt (DIE WELT). Tolle Leistung mit nur 30 Jahren nur „Frau Professor". Sie ist froh, nicht als Quotenfrau auf diese Stelle gekommen zu sein, sondern sie wurde ganz normal „berufen". Die Frage muss jeder Frau weh tun: Geht es hier um Qualifikation oder um das Geschlecht?

Schavan: "Hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen gehören in Spitzenpositionen" / Bund und Länder fördern Programm mit 150 Millionen Euro Bund und Länder haben sich am Montag auf ein Programm geeinigt, das in den kommenden fünf Jahren 200 neue Stellen für Professorinnen an den deutschen Hochschulen schaffen soll. Dafür stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) insgesamt 75 Millionen Euro zur Verfügung, die Länder beteiligen sich anteilig an dem Gesamtvolumen von 150 Millionen Euro. Das Programm und seine Finanzierung wurden auf der diesjährigen Sitzung der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung in Bonn beschlossen.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan betonte die herausragende Bedeutung des Programms für die deutsche Wissenschaftslandschaft: "Hochqualifizierte und talentierte Wissenschaftlerinnen gehören in die Spitzenpositionen von Wissenschaft und Forschung. Mit dem Professorinnenprogramm gelingt es, die Anzahl von Frauen auf Professuren deutlich zu erhöhen und dem weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs Leitbilder für die eigene Karriere zur Verfügung zu stellen."

Das Professorinnen-Programm wurde im Bundesministerium für Bildung und Forschung entwickelt. "Wir haben damit ein nachhaltiges Instrument zu Förderung von Spitzenwissenschaftlerinnen gewonnen. Die geförderten Stellen sind unbefristet, und das Verfahren stärkt zugleich die Gleichstellungsaktivitäten von Hochschulen", sagte Schavan.

Keine Meinungen

  1. Ich finde das eine gute Sache. Im Verglcih mit anderen Ländern haben wir viel zu wenig Frauen in solchen Positionen.

  2. Qualifikation und nicht Geschlecht sollte weiterhin das ausschlaggebende Kriterium bleiben. Mentorenprogramme gerne. Quoten überflüssig!

  3. Lächerlich und eine fehl gelenkte Investition. Stellen sollten ausschließlich nach Qualifikation vergeben werden – nicht nach Geschlecht. 200 Stellen exklusiv für Frauen bedeutet das Ausschließen von 200 vielleicht für die jeweilige Position besser qualifizierten Personen auf Grund ihres Geschlechts. Niemand kann meiner Ansicht nach glaubhaft behaupten, dass dies eine rationale oder richtige Entscheidung wäre – es ist Diskriminierung. Gerade Posten von Professoren/Innen werden ggf. auf Lebenszeit besetzt, so dass durch eine solche Maßnahme auf lange Zeit anderen evtl. fähigeren Personen der Zugang verwehrt wird. Es handelt sich um eine Einmischung in Rangordnung staatlicher Subventionen, welche die wirtschaftliche Entwicklung mit ihren eigenständigen Marktmechanismen massiv stören können.Frauen sollten sich über Qualifikation an die Stellen heranarbeiten – so wie es jeder Mann ebenso muss.Eine Frau, die durch ein solches Programm an ihre Stelle kommt, kann man kaum voll im Rahmen der scientific community akzeptieren.Durch eine solche Politik wird lediglich eine Diskriminierung durch eine andere ersetzt. Glückwunsch an die 200 protegierten Frauen.

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