Holzherd richtig befeuern und verwenden: Tradition trifft moderne Küchenutensilien

Wenn die Großeltern gefragt werden, wie sie denn früher gekocht haben, werden viele sagen: mit einem Holzherd natürlich. Heute finden nur noch wenige Holzherde in der Küche Verwendung, da es mit den strombetriebenen Herden schneller und einfacher geht. Mit den gestiegenen Preisen für Strom und fossile Brennstoffe wird wieder verstärkt nach günstigeren Alternativen gesucht. Es ist tatsächlich zu bemerken, dass vermehrt Holzherde in neuen Küchen eingebaut werden. Einen Holzherd richtig befeuern und verwenden ist auch ohne komplizierte Technik eine Erfahrungssache. Nicht jedes Anbrennverfahren funktioniert gleich gut und nicht jedes Holz brennt gleich lang oder gleich heiß. Mit den richtigen Verfahren kann ein Holzherd jedoch große Freude und viel Spaß am Kochen bereiten.

Holzherd richtig befeuern: Was wird benötigt?

  • Holzherd
  • Holz
  • Anbrennmaterial
  • Feuerquelle

 

Holzherd richtig befeuern: So wirds gemacht!

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Feuer entfachen

Antike Holzherde bestanden in erster Linie aus gemauerten Ziegeln. Einen modernen Holzherd richtig befeuern ist etwas einfacher geworden, da meistens einen beschauliche Glasfront das Arbeiten einfacher macht. Nach der Tradition gibt es zwar noch welche ohne Glas, sind jedoch selten erste Wahl beim Kunden. Um ein Feuer schnell und möglichst rauchfrei entfachen zu können, ist trockenes Holz in kleinen Scheiten und gutes Anbrennmaterial wichtig. Das Anbrennmaterial können chemische Anzünder, Späne, Rinde und vieles mehr sein. Das Anbrennmaterial wird im Feuerschacht des Herdes unten plaziert und dünne, trockene Holzscheite darüber. Wichtig ist für genügend Durchlüftung zu sorgen, da das noch junge Feuer sonst ersticken könnte. Sobald das Feuer eine gesunde, kräftige Flamme ohne Rauchentwicklung vorweisen kann, ist es möglich nach und nach dickere Scheite nachzulegen.

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Die Wahl des richtigen Holzes

Den Holzherd richtig befeuern kann auch von der Wahl des Holzes abhängen. Unterschiedliche Holzarten verbrennen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und verursachen verschiedene Brenntemperaturen. Grundsätzlich weist Hartholz, also das Holz von Laubbäumen, die besten Brenneigenschaften auf. Weiter südlich finden auch Nadelhölzer Verwendung, da diese günstiger in der Anschaffung sind. Birke und Buche sind die beliebtesten Hölzer zum Beheizen von Herden. Buche kann dabei den besseren Brennwert vorweisen. Nadelhölzer können auch verwendet werden, müssen jedoch häufiger nachgelegt werden.

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Kochen, Braten und Backen

Das Kochen auf einem Holzherd erfordert eine gewisse Erfahrung mit dem Herd, da die Temperatursteuerung nicht exakt wie beim Elektroherd erfolgen kann. Das Ofenthermometer hilft hierbei natürlich. Auf der Herdplatte über dem Feuerschacht ist es am heißesten, allerdings benötigt die Platte eine gewissen Zeit sich aufzuheizen. Hier sind stabile Töpfe mit dickerem Boden zu bevorzugen, da ansonsten leicht etwas anbrennen kann. Je weiter der Topf von der Feuerquelle entfernt aufgestellt wird, desto niedriger die Plattentemperatur. Neben dem Feuerschacht befindet sich im Allgemeinen das Ofenrohr, in dem gebacken und gebraten werden kann. Moderne Öfen haben auch hier eine Temperaturanzeige, damit die Gerichte die richtige Temperatur erhalten. Zudem ist es mit einem Schieberegler möglich, die Luftzufuhr und damit die Brenngeschwindigkeit des Holzes zu regulieren. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich mit einem Holzherd alle herkömmlichen Gerichte realisieren lassen, es erfordert jedoch etwas mehr Geduld und Erfahrung als mit dem Elektroherd.

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Reinigung des Herdes

Die Asche im Feuerschacht muss nicht nach jedem Befeuern entfernt werden. Alle zwei Wochen düfte ausreichend sein. Dazu muss nur der Aschefänger in Form einer Schublade ausgeleert werden. Zusätzlich muss regelmäßig der Ruß von der Glasscheibe entfernt werden, sodass die Sicht auf das Feuer und die Gerichte im Rohr gewährleistet ist.

Eine Meinung

  1. ja so etwas ist durchaus brauchbar….ich kam mir vor wie im Urlaub… duschen im Garten …. der Hammer 🙂

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