Hochsaison für Äpfel: Wie man erkennt, ob sie reif sind – und das Obst richtig lagert

Der September ist der Apfel-Monat, jetzt geht es mit der Ernte des beliebten Obsts richtig los. Doch wie erkennt man eigentlich, ob die Äpfel reif sind und gepflückt werden sollten? Und wie lagert man sie zuhause am besten, damit sie möglichst lange frisch bleiben? Dieser Ratgeber liefert Hobby-Obstbauern die Antworten.




Wenn der Herbst beginnt, geht es auch mit der Apfelernte richtig los. Um herauszufinden, ob die Äpfel wirklich pflückreif sind und in den Korb gehören, führt man am besten die sogenannte Kipp-Probe durch. Dazu wird die Frucht mit der Hand vorsichtig um 180 Grad nach oben gekippt. Löst sich dabei der Stiel ohne großen Widerstand vom Ast, sollte er gepflückt werden. Falls nicht, empfiehlt es sich, ihn noch etwas hängen zu lassen – aber nicht zu lange. Lässt man reife Äpfel länger als nötig am Baum hängen, ist das schlecht für die Haltbarkeit. Die Äpfel bekommen dann schneller braune Stellen und faulen schneller.

Beim Ernten sollte man darauf achten, dass die Stiele an den Früchten verbleiben, die Äpfel lassen sich dann besser lagern. Die meisten Apfelsorten schmecken direkt nach der Ernte noch nicht so gut, sie müssen zunächst etwas lagern und nachreifen – wie beispielsweise Cox Orange und Elstar.

Äpfel lagern – nicht alle Sorten eignen sich dafür

Die geernteten Äpfel richtig zu lagern, das ist keine Wissenschaft für sich, aber ein paar Dinge gilt es schon zu beachten. Zu allererst: Nicht jede Apfelsorte ist lässt sich gleicht lagern. Gut geeignet sind:

• Berlepsch
• Boskoop
• Braeburn
• Cox Orange
• Elstar
• Gala
• Gloster
• Golden Delicious
• Jonagold
• Idared

Zur Lagerung nicht geeignet sind dagegen die Sorten Alkmene, Gravensteiner, James Grieve und Klarapfel.

Äpfel unterliegen nach der Ernte einem biologischen Prozess: Stärkereste werden zu Zucker umgewandelt, Glucose in die süßere Fructose verwandelt. Doch mit zunehmender Lagerung altern die Früchte, ihr Vitamin- und Feuchtigkeitsgehalt sinkt. Die Äpfel werden runzelig und mehlig, ihr Fruchtfleisch verfärbt sich dunkel und schließlich verderben die Früchte. Dieser Prozess lässt sich nicht aufhalten, aber deutlich verlangsamen.

Äpfel daheim optimal einlagern

Damit die Früchte möglichst lange frisch und verzehrbar bleiben, sollte bei der Lagerung folgendes beachtet werden:

• Die Äpfel müssen bei niedriger Temperatur gelagert werden, ideal sind vier Grad.
• Die Luftfeuchtigkeit im Lagerraum sollte hoch sein.
• Durch Belüftung muss für einen gezielten Luftaustausch gesorgt werden.
• Die Äpfel sollten nebeneinander liegend gelagert werden, ohne dass sie sich berühren. Wellpappe schützt vor Druckstellen.
• Ideal für die platzsparende Lagerung sind übereinander gestapelte Obstkisten, aber auch Regale sind gut geeignet. Eine über den Kisten oder dem Apfelregal gespannte Folie speichert die Feuchtigkeit.
• Eine Alternative zu Kisten und Regalen sind Polyethylen-Beutel, die aber mit einigen kleinen Luftlöchern versehen werden müssen.


Fotonachweis: Thinkstock, 484521867, iStock, sergio_kumer


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