Hate Dating – Vom Hass zur Liebe

Erfinder dieser zunächst eigenartig anmutenden Variante des Datens ist – natürlich – ein Brite: Carl Hill (32) erfand  Hate Dating und organisiert seither die Veranstaltungen in London. Und die finden immer mehr Zuspruch. Die Grundidee stammt vom Speed Dating, das ja daraus besteht, sich in möglichst kurzer Zeit kennenzulernen. Hill erkannte jedoch den Nutzen darin nicht. Sein Problem: Man kann sich nicht in drei Minuten und auch nicht in wenigen Tagen oder Wochen kennenlernen. Denn gerade in der ersten Zeit gibt man sich ja besonders viel Mühe. So richtig gezofft und geärgert, geneckt und gereizt wird erst später. Und da liegt in den meisten Beziehungen dann der Anfang vom Ende begründet.

Hate Dating geht den umgekehrten Weg

Beim Hate Dating werden die Teilnehmer dazu veranlasst, sich zunächst ordentlich zu streiten. Über welches Thema ist eigentlich egal: Musik, Wetter, Politik – Hauptsache man kann sich beim Hate Date mal so richtig auslassen. Der Effekt ist klar: Man zeigt gleich die dunklen Seiten seiner Persönlichkeit, die früher oder später ja so oder so ans Licht kommen. Besser früher, denkt sich Hate Dating Erfinder Carl Hill und hat auch gleich verschiedene Methoden zum Hate Date Streit.

Worüber man sich beim Hate Dating streitet

Die Anlässe für den Streit beim Hate Dating  werden auf Wunsch gleich dazu geliefert. Man streitet sich z.B. aufgrund bestimmter vorgegebener Themen oder nimmt einfach die Themen, die einen persönlich am meisten aufregen. Es gibt auch die Variante der besonders ehrlichen und direkten Frage. So kann man den anderen ja gleich mal fragen, was er tun würde, wenn seine potentielle neue Schwiegermutter ihn ständig schlecht macht. Oder man geht einfach den härtesten aller Wege: Gegenseitige Analyse. Spontan, schonungslos und direkt kann man sich sagen, was man über Kleidung, Frisur und ersten Eindruck des Hate Dates denkt.

Mit zum Happy End?

Doch besteht nun das Hate Dating nur aus Beleidigungen? Nein, denn die bleiben kurz (ähnlich wie beim Speed Dating) und danach sammelt man sich kurz und unterhält sich später (wenn man will) normal. An Gesprächsthemen sollte es nun nicht mehr fehlen und wer sich jetzt immer noch sympathisch findet, hat gute Chancen um vielleicht das Liebesglück zu finden. Das ist umgekehrte Psychologie und eigentlich clever. Dennoch, Hate Dating  ist etwas für Abenteuerlustige, auch wenn ich die Idee an sich nicht schlecht finde, denn wie oft lernt man jemanden kennen und erkennt erst nach Monaten an vergeudeter Zeit, dass man eine Eigenschaft oder gar seinen Streitstil an sich überhaupt nicht mag?

Wie das Hate Dating genau aussieht sieht man z.B. hier.

2 Meinungen

  1. Eine weitere schöne Abwandlung des Speeddating ist das Silentdating. Die Telnehmer sitzen sich gegenüber und schweigen sich an. Da viele ja entweder zuviel oder zuwenig beim ersten Date reden, ist Silentdating sicherlich auch eine hübsche Alternative – und das Beobachten des Aussehens ist ja auch nicht gerade unwichtig 😉

  2. Eine weitere schöne Abwandlung des Speeddating ist das Silentdating. Die Telnehmer sitzen sich gegenüber und schweigen sich an. Da viele ja entweder zuviel oder zuwenig beim ersten Date reden, ist Silentdating sicherlich auch eine hübsche Alternative – und das Beobachten des Aussehens ist ja auch nicht gerade unwichtig 😉

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