Gewerkschaft kündigen: Tipps und Hilfe

Nach dem Krieg haben sich die Gewerkschaften in Deutschland zu einer schlagkräftigen Organisation entwickelt. Sie haben unter anderem dafür gesorgt, dass der Wohlstand aus dem Wirtschaftswunder auch denen zugutekommt, die ihn produzieren. Demzufolge war es für viele Arbeiter und Angestellte eine moralische Verpflichtung, in einer Gewerkschaft Mitglied zu sein. Die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft kündigen, daran dachten wenige. Das hat sich bis in unsere heutige Zeit deutlich geändert.

Gewerkschaft kündigen: So wirds gemacht!

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Viele im Arbeitsleben stehende Menschen sind nicht oder nicht mehr in der Gewerkschaft organisiert. Dafür gibt es viele Gründe. Einer könnte sein, dass mit der Gründung der Gewerkschaft Verdi eine einheitliche, aber übergroße Gewerkschaftsorganisation entstand. Solch eine große Organisation ist nicht mehr in der Lage auf die konkreten Probleme eines einzelnen Mitgliedes einzugehen, auch Verdi nicht. So entsteht bei so manchem Mitglied der Wunsch: Ich will die Gewerkschaft kündigen. Auch hat sich die Situation der Arbeitnehmer verändert, sodass die Gewerkschaft unter Umständen nicht mehr die richtige Organisationsform ist.

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Egal ob bei Verdi oder einer anderen Gewerkschaft, Gewerkschaft kündigen ist ganz einfach. Ein formloses Schreiben genügt an den jeweiligen Gewerkschaftsvorstand. Am besten formuliert man, dass man zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Gewerkschaft kündigen möchte. Dann ist man auf der sicheren Seite, denn meistens haben auch die Gewerkschaften eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Man sollte innerhalb kürzerer Zeit von der jeweiligen Gewerkschaft eine Antwort bekommen. Bleibt diese etwa vier Wochen aus, könnte die Kündigung eventuell nicht angekommen sein. Die Gewerkschaft wird in ihrem Bestätigungsschreiben ihr Bedauern ausdrücken, das Mitglied verloren zu haben. Aber erfahrungsgemäß braucht man keine Bange zu haben, dass die Gewerkschaft versuchen wird, einem von diesem Schritt abzuhalten.

Eine Meinung

  1. Das stimmt nicht so ganz. Ich werde gerade von ver.di verklagt meine Beiträge obwohl ich gekündigt hatte voll zu bezahlen. Meine Kündigung wurde von ver.di Bremen nach meiner Meinung beabsichtig verschleppt. Hier kam auch kein Schreiben,warum ich ver.di verlassen will.Der Grund ist, dass ich nun seit 3 Jahren hinter den Beitragsquittungen her laufen muss, für 2010 konnte ich keine Steuererklärung machen, da ver.di nicht mit der Quittung rüber kommt. Zahlen soll man, jedoch wenn die was leisten sollen ………….Bin gespannt wie die Klage ausgeht und würde mich freuen von leides Genossen die die gleiche Erfahrung machen mussten zu lesen

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