Germknödel machen: Das Rezept für die echten bayrischen Dampfnudeln

Germknödel stammen natürlich ursprünglich aus Österreich, doch sie sind mittlerweile fest in das kulinarische Kulturgut Deutschlands übergegangen. Die Klopse aus Hefeteig (im Süden auch Germteig genannt) stammen aus der Küche Wiens, welche als eine Art Schmelztiegel die verschiedensten Einflüsse aus Tschechien, Ungarn, Frankreich, der Türkei und Italien zu einem eigenständigen Kochstil kombinierte. Germknödel sind auch bekannt unter dem Namen Dampfnudeln. Diese werden vorwiegend mit Vanillesauce serviert und fallen in der Grösse etwas üppiger aus als ihre österreichischen Artgenossen. Zum Dessert wird die Mehlspeise besonders gern in der kalten Jahreszeit serviert, und sind auf jedem Oktoberfest und Weihnachtsmarkt eine feste Institution.

Für eine waschechte bayrische Nachspeise sind nicht viele Zutaten von Nöten, und Germknödel gelingen mit etwas Übung im Nu. Serviert werden sollten die mit Pflaumenmus gefüllten Klösse mit zerlassener Butter, Puderzucker und gemahlenem Mohn.

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Germknödel : Die Zutatenliste

  • 200 ml Milch
  • 500 g Weizenmehl (Typ 405)
  • 1 Päckchen (7 g) Trockenhefe
  • 50 g Butter
  • 3 EL Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • abgeriebene Schale von 1 Zitrone (Bio)
  • 8 TL Pflaumenmus
  • 50 g gemahlener Mohn
  • Mehl und Butter für das Blech
 

Germknödel : Die Zubereitung

1
Zuerst das Weizenmehl in eine Schüssel sieben und mit der Hefe und dem Zucker gut vermischen. Jetzt die Milch in einem kleinen Topf lauwarm werden lassen, die Butter hineingeben und darin auflösen. Die Flüssigkeit zur Mehlmischung geben und mit einem Handrührgerät gut durchkneten. Der fertige, glatte Teig sollte etwa 15 Minuten gehen.
2
Als nächstes das Ei, Salz und die abgeriebene Zitronenschale mit dem Handrührgerätes gut in den Teig einarbeiten, bis wieder ein gleichmässiger, feinporiger Teig entsteht. Das ganze mit einem Küchenhandtuch abdecken und an einem warmen Ort weitere 30 Minuten gehen lassen.
3
Den Backofen kurz auf ungefähr 60 Grad vorheizen und wieder ausschalten. Den Teig nochmals durchkneten und in 8 gleichgrosse Stücke teilen. Jedes dieser Stücke mit 1 TL Pflaumenmus füllen und in Knödelform rollen. Ein Backblech mit Butter einfetten und mit etwas Mehl bestäuben. Hierauf die Knödel setzen und in den noch warmen Backofen schieben, wo die Germknödel nochmals etwa 15 Minuten gehen müssen.
4
In einem grossen Topf reichlich Salzwasser zum Sieden bringen, die Germknödel hineingeben und etwa 20 Minuten garen lassen. Das Wasser darf hierbei nicht mehr kochen. Nach Ablauf der Garzeit die Knödel mit einer Schaumkelle herausheben und abtropfen lassen.  Die fertigen Germknödel auf einen Teller geben, mit flüssiger Butter übergiessen und etwas Zucker und gemahlenen Mohn darüberstreuen. Vanillesauce ist auch eine beliebte Variante, in der sich die Dampfnudeln wohlfühlen.
  Zubereitungszeit: 140 Minuten Schwierigkeitsgrad:  

6 Meinungen

  1. Germknödel habe ich zum ersten Mal in Österreich gegessen und habe mich verliebt. Die Speise ist wahnsinnig lecker. Das Rezept probiere ich auch auf jeden Fall einmal aus.

  2. Toller Artikel, sehr interessant dargestellt.
    Eine Frage habe ich aber trotzdem: Und zwar habe ich vor garnicht all zu langer Zeit gelesen dass das Eisen im Rotweil den Geschmack vom Fisch aufhebt. Ist da was dran?
    Konnte im Internet bisher nur einen Artikel bei http://www.52weine.de dazu finden.

  3. Hollo Thomas,
    einfach alles nicht so eng sehen und selber mal ausprobieren. Zu leichten Fisch- oder Meeresfrüchtegerichten paßt nach wie vor noch immer noch leichter Wein, also häufig Weißwein. Zu würzigen sicher auch mal ein Rotwein. Aber gegen allen Regeln gilt meiner Meinung nach gilt: Was Dir schmeckt das paßt.

  4. Ich seh das auch so wie Udo, alles mal ausprobieren. Habe ich auch gemacht und festgestellt, dass ein schön leichter Portugieser eigentlich universell auch zu Fisch einsetzbar ist. Bei den extraktreichen Roten fand ich persönlich keine so guten Synergieeffekte … aber wie das immer so ist, Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich.

  5. Italienische Weine

    Ganz toller Artikel, großes Kompliment an den Schreiber. Ich habe eben schon fast in die Tischkante gebissen, so bekam ich Hunger während des Lesens dieses Artikels.Ich möchte hier speziell die Gelegenheit nutzen und Italienische Rotweine erwähnen, diese eignen sich aus eigener Erfahrung perfekt zu Fisch, speziell zu solchem, der aus dem Mittelmeer stammt. Prinzipiell bleibt das aber jedem selbst überlassen und bekanntlich lässt sich über Geschmack ja streiten 🙂

  6. @Thomas Flieger: Dass Rotwein den Geschmack von Fisch aufheben soll habe ich noch nirgends gelesen. Ich informiere mich aber auch gerne immer wieder über Rotweine und lese gerne informative Artikel. Habe erst neulich http://www.wein-aus-der-region.de entdeckt. Über Rotweine lerne ich nie aus 🙂

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