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    Start » Gefahr Ziegengrippe: Symptome und Ursachen des Q-Fiebers
    Besser Leben

    Gefahr Ziegengrippe: Symptome und Ursachen des Q-Fiebers

    17. Januar 20102 Minuten Lesezeit

    Bei der Ziegengrippe handelt es sich nicht wirklich um eine Grippe, da die Krankheit nicht durch Influenza-Viren, sondern durch ein Bakterium namens Coxiella burnetii verursacht wird. Weitere Bezeichnungen sind Queensland Fieber, Q-Fieber oder Balkan-Grippe. Überträger des Fiebers sind vor allem Rinder, Schafe und Ziegen.

    Anstecken kann man sich durch den direkten Kontakt zu infizierten Tieren, der Erreger kann sich aber auch als Sporen in Staub, Wolle oder Heu festsetzen und noch nach Jahren über das Einatmen kontaminierter Partikel zu einer Infektion führen. Nahrungsmittel von kranken Tieren wie Rohmilch oder Rohmilchkäse sind Experten zufolge unbedenklich. Auch eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist sehr selten.

    Q-Fieber ist nach dem Infektionsschutzgesetz eine meldepflichtige Erkrankung. Hierzulande gibt es jedoch bislang nur wenige Fälle von Ziegengrippe. Jährlich infizieren sich rund 100 bis 400 Menschen mit Q-Fieber; die Erkrankung verläuft nur selten tödlich.  Auch das Robert-Koch-Institut (RKI) kann in Deutschland bislang „nichts Auffälliges beobachten“.

    Symptome des Queensland Fiebers

    Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch des Q-Fiebers beträgt in der Regel zwei bis drei Wochen, bei einer hohen Infektionsdosis kann sie sich auf wenige Tage verkürzen.  Etwa die Hälfte der Infektionen verläuft unbemerkt oder verursacht nur milde Symptome.

    Die akuten Beschwerden ähneln mit abrupt einsetzendem Fieber, Abgeschlagenheit, starken Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitverlust, trockenem Husten, Brustschmerz und Schüttelfrost denen einer Influenza. Bei schwereren Verlaufsformen können auch eine Lungenentzündung oder Hepatitis auftreten. Das Q-Fieber heilt meist spontan nach ein bis zwei Wochen aus, es gibt jedoch auch chronische Verlaufsformen.

    Medikamente gegen die Ziegengrippe

    Die akute Ziegengrippe kann meist erfolgreich mit Antibiotika (Doxycyclin) behandelt werden, in speziellen Fällen ist die zusätzliche Einnahme von Medikamenten wie Clarithromycin oder einem Fluorochinolon erforderlich. Bei Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute (Meningoenzephalitis) können alternativ Chinolone oder Chloramphenicol eingesetzt werden. Außerdem sind die Malariamittel Hydrochloroquin und das Chloramphenicol wirksam.

    Die Therapie des chronischen Q-Fiebers ist schwierig und gehört in die Hand eines Spezialisten. Meist erfolgt eine mindestens einjährige Kombinationstherapie mit Doxycyclin und einem Chinolon oder Rifampicin.

    Bei Risikopatienten (Schwangere, Personen mit Herzfehlern oder künstlichen Herzklappen) mit einer akuten Q-Fieber-Infektion müssen mögliche unerwünschte Nebenwirkungen der Therapie gegen das hohe Risiko der Fehlgeburt bzw. der Herzinnenhautentzündung (Endokarditis) abgewogen werden. Für besonders gefährdete Personen wie Tierärzte, Schlachthofpersonal oder Labormitarbeiter besteht die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Der Impfstoff ist in Deutschland jedoch nicht zugelassen.

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