GB-Teamcheck: Hansa Rostock

Nach Energie Cottbus hat die Bundesliga einen zweiten (ehemaligen) Ostverein wieder. Mit einer überraschenden Leistunmgssteigerung in der letzten Saison gelang den Rostockern verdient der Aufstieg. Nun will sich der Verein unter der Führung von Frank Pagelsdorf wieder in Deutschlands höchster Liga etablieren.

Dabei sah es anfangs so aus, als würde sich der Verein selbst in Straucheln bringen. Der kindisch Zwist zwischen Pagelsdorf und (Ex-)Manager Stefan Studer verhinderte eine frühzeitige Planung und Kadergestaltung. Erst nach Studer’s Abgang konnten die Hanseaten sich um Neuzugänge kümmern. Ruhe ist mittlerweile wieder eingekehrt an der Ostsee. Der Kader sieht ordentlich aus.

Stefan Wächter sollte den Rostockern als sicherer Rückhalt dienen. Er ist vielleicht nicht der beste Torhüter der Liga, aber ohne Zweifel ein solider Keeper. Der Verlust von Schober wiegt schwer, Wächter wird ihn nicht vollkommen ersetzen können. Doch auf dieser Position sollte es keine Probleme geben. Besonders, da einige Fans im Umfeld selbst Jörg Hahnel die Nummer Eins zutrauen würden. 

Die Abwehr sieht ein wenig wackelig aus, doch in den Spielern steckt Potenzial über sich hinaus zu wachsen. Für eine Saison. Die Defensive könnte (vorrausgesetzt verletzungsfrei bleibend) stabil stehen, sollte eine zweite Saison erste Liga folgen, muss der Verein nachlegen. Die beiden Flügel sind mit schnellen Spielern bestückt, die das Offensivspiel eintreiben können.

Das Mittelfeld ist erstligatauglich. Beinlich und Rahn bringen die nötige Erfahrung. Yelen und Shapourzadeh die jugendliche Frische. Besonders Yelen könnte mit seiner Technik und seinem feinen Schuss (besonders bei Standards) die positivste Überraschung der Saison werden.

Im Sturm ruhen die größten Hoffnungen auf Enrico Kern. Der Stürmer muss sich beweisen und den Stempel des "ewigen Talentes" endlich ablegen. Regis Dorn, Sebastian Hähnge, Marcel Schied und Neuzugang Addy-Waku Menga sind allenfalls Durchschnitt. Es fehlt ein Knipser, wie damals Martin Max. Nicht umsonst hatte sich der Verein im Sommer um Ailton bemüht.

Für einen Aufsteiger ist Hansa gut aufgestellt, hat es aber verpasst sich mit bundesligaerfahrenen Spielern zu verstärken. Pagelsdorf vertraut im Großen und Ganzen seinen Aufstiegshelden. Die jungen, schneller Spieler können die ein oder andere Abwehr schwindelig spielen. Gleichfalls ist es im Greifbaren, dass Hansa selbst mal sechs Buden bekommt. Am Ende reicht es doch (ganz knapp und wahrscheinlich erst am letzten Spieltag). Mein Tipp: 15.

Eine Meinung

  1. Rostock schafft den Klassenerhalt. Bei Cottbus hat das ja auch funktioniert!

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