Fingernägel Design selbst machen: Was braucht man dazu?

Auch wenn der Kauf einer ‚Do it yourself‘-Ausrüstung anfangs unrentabel im Vergleich zu einem Besuch bei der Maniküre erscheint, spart man auf die Dauer betrachtet einiges. Ein wenig Geschicklichkeit, eine ruhige Hand und natürlich Phantasie sind das A und O der Nagelmodellage.

Fingernägel Design mit Gel-Technik

Wir beschränken uns hier in erster Linie auf die Gel-Technik, denn diese Methode wirkt natürlicher und ist auf die Dauer gerechnet kostengünstiger. Künstliche Fingernägel, welche mit der Klebe-Technik angebracht werden, rufen oftmals einen primitiven Eindruck hervor.

Zugegebenermaßen ist die Anschaffung der benötigten Hilfsmittel für das Fingernägel Design durch Gel-Technik, vor allem des UV-Gerätes, anfangs kostenintensiv, aber dieser Kauf amortisiert auf Dauer die Kosten und macht einen teuren Besuch bei der Maniküre überflüssig.

Zur Nagelmodellage benötigt man:

  • UV-Gele,
  • Haftmittler (Primer) als Flasche oder Stift
  • Pads,
  • Pinsel,
  • Buffer (Schleifblock; idealerweise 240/240 Körnung),
  • Cleaner,
  • Feilen,
  • Tips,
  • Kleber,
  • Hufstäbchen und
  • Nagelöl
  • Zubehör: Strasssteinchen, Farbe, etc.
  • UV-Gerät
  • für den Extra-Glanz: Top-Coat, Sunblocker und UV-Spezialversiegelung

 

Schritt für Schritt zu schönen Nägeln:

  1. Den Nagel mit dem Buffer ganz leicht anrauen, um die Fettrückstände zu entfernen.
  2. Sobald er nicht mehr glänzt, kann der Staub mit einem Pad entfernt werden.
  3. Mit dem Cleaner kann der Nagel nun desinfiziert werden.
  4. Hinweis: Sobald dieser vollständig gereinigt ist, darf der Nagel nicht mehr berührt werden.
  5. Die Tips, welche den Untergrund der Nagelmodellage bilden, an die Größe des Nagelbettes anpassen, indem man sie zurechtfeilt. (Farbauswahl: Natur, French-Design oder Transparent).
  6. Nun wird die Nagelhaut mittels eines Nagelhautentferners bearbeitet. Nach einer kurzen Einwirkphase wird die Nagelhaut mit dem Hufstäbchen zurückgeschoben.
  7. Danach den Nagelkleber mit einem entsprechenden Pinsel hauchdünn auf der Auflagefläche der Tips verteilen, so dass keine Infektionen oder Luftbläschen hervorgerufen werden.
  8. Hinweis: Der Kleber darf keinesfalls mit der Nagelhaut in Berührung kommen.
  9. Den Tip direkt danach auf die bepinselte Fläche kleben und von vorne nach hinten behutsam auf den Nagel drücken.
  10. Hinweis: Die Tips dürfen keine Bläschen bilden.
  11. Nachdem die Tips angetrocknet sind, können diese mit Hilfe des Tip-Cutters in Form geschnitten und mit einer Feile oder einem Buffer nachgeglättet werden, ohne jedoch den Naturnagel dabei zu berühren.
  12. Der Staubpinsel befreit den Tip von Staub und der Cleaner desinfiziert die Stelle erneut.
  13. Nun wird der Haftmittler, auch Primer genannt, sehr dezent auf den Naturnagel aufgetragen.
  14. Hinweis: Nicht auf den Tip kommen.
  15. Wer zu brüchigen oder dünnen Nägeln neigt, sollte zum Grundiergel greifen, welches ungefähr zwei Minuten im UV-Gerät aushärten muss. Danach kann die Gelbearbeitung fortgeführt werden.
  16. Das ausgewählte Gel (Aufbaugel in rosé oder klar, ideal zum weiteren Verzieren; Modellagegel oder Sunblocker-Gel, welches noch bessere Haltbarkeit bietet) wird nun auf den Nagel aufgetragen. Da das Gel noch modelliert wird, empfiehlt es sich, eine dickere Schicht darauf zu geben.
  17. Hinweis: Das Gel darf nicht mit der Nagelhaut in Berührung kommen. Falls doch, kann man die Nagelhaut mit einem Rosenholzstäbchen reinigen. Die Nägel dürfen jetzt nicht mehr berührt werden.
  18. Ausnahme: Handelt es sich um Aufbaugel, muss dies nach dem Auftragen abgefeilt werden. Danach wird nochmals eine Gel-Schicht auf den Nagel gegeben. Dieses Mal wird die entstehende Schicht nach dem Aushärten jedoch mit dem Cleaner entfernt.
  19. Nach dem Auftragen des Gels werden die Hände ins UV-Gerät gehalten und etwa zwei Minuten ausgehärtet.
  20. Hinweis: Die Daumen sollten zuletzt bearbeitet werden, weil das Gel aufgrund der Handstellung verlaufen kann.
  21. Werden danach noch Unebenheiten sichtbar, können diese mit der Feile oder dem Buffer geglättet werden.
  22. Anschließend den Nagel entstauben und durch den Cleaner reinigen.
  23. Hinweis: Die Nagelränder müssen frei von Gel bleiben.
  24. Um den Nagel zu perfektionieren, trägt man nun eine hauchdünne Schicht Versiegelungsgel, wahlweise auch das Ein-Phasen-Gel, auf. Die entstehende Schwitzschicht wird entfernt.
  25. Nun kann nach Bedarf mit Farbe oder Strasssteinen verziert werden, um das Fingernägel Design individuell zu gestalten.
  26. Tipp: Ein Top-Coat oder eine Spezialversiegelung verleiht dem Nagel noch einen Extra-Glanz. Um die Nagelhaut zu schonen, sollte noch etwas Nagelöl aufgetragen werden.

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