FIBO Messe 2017: Highlights und Fitnesstrends aus Köln

Bereits morgens um zehn Uhr hüpfen hochmotivierte Fitnessfans in hautenger Sportbekleidung auf den Trampolinen zu Musik von Vengaboys und Scooter – auf der FIBO ganz normal. Fakt ist: Die Fitnessbranche wächst unaufhörlich! Ein gigantischer Markt, der jedes Jahr über 150.000 Besucher auf die internationale Leitmesse (FIBO) für Fitness, Wellness und Gesundheit nach Köln lockt und über alle Trends in puncto Geräte, Work-outs und sportgerechter Ernährung informiert.

1. Functional Fitness und multifunktionale Geräte

Funktionelles Training – was ist das überhaupt? Beim Functional Fitness dreht sich alles um die Alltagsmuskeln. Das sind nicht die großen Kraftpakete, die beim Bankdrücken oder durch Bizeps Curls trainiert werden. Es sind die kleinen, versteckten Muskeln, die sogenannte Tiefenmuskulatur, die unwahrscheinlich wichtig ist, aber beim ganzen Masse- und Definitionswahn vernachlässigt wird. Beim Functional Training geht es weniger um Gewichte, sondern mehr um Übungen mit dem eigenen Körpergewicht. Das Ziel: Die Alltagsmuskulatur soll trainiert werden – und so die körperliche Gesundheit verbessert und das Wohlbefinden gesteigert werden. Gut aussehen? Das steht nicht im Vordergrund. Ergänzend kommen Gerätschaften wie Kettle Bells oder der Bulgarian Bag zum Einsatz. Sie werden aufgehoben und dynamisch-kontrolliert herumgeschleudert und getragen. Die Devise lautet: Jeder Mensch, in jedem Alter kann und sollte Sport machen und sich mehr bewegen, egal wie!

Fitnessgeräte ergänzen das Functional Fitness. Sie müssen heute multifunktional sein, um gegen die Konkurrenz zu bestehen. FIBO-Highlights: Wände mit Stecksystemen zum Krafttraining, Klettern oder Boxen und kompakte Gerätetürme, die mehrere Übungen im Handumdrehen praktikabel machen.

2. Trend: Zusammen schwitzen

Ein weiterer FIBO-Trend 2017 ist Jumping Fitness. Das Trampolin galt lange Zeit als verstaubtes Trainingsgerät der 80er-Jahre. Nun scheinen die Fitnessexperten die Effektivität des Hüpfens wieder entdeckt zu haben. Das macht zu launiger Musik und in der Gruppe natürlich gleich doppelt so viel Spaß. Generell fällt auf der FIBO 2017 auf, dass Musik beim Sport eine essenzielle Bedeutung zu haben scheint. Das gilt auch für die zahlreichen Aqua-Sport-Varianten mit speziellem Trainingsgerät, das sich den Wasserwiederstand zunutze macht. Mittlerweile auch ein Gruppenhit: Tabata. Hierbei wird zu pushenden Beats über acht Runden zu je 20 Sekunden – unterbrochen von einer 10-sekündigen Pause – der Puls in die Höhe getrieben und die Fettverbrennung effektiv angekurbelt.

3. Cyber Sport – so macht Bewegung Spaß!

Wie holt man die Sportmuffel von der Couch? Nicht mit knallharten Work-outs, soviel steht fest. Die FIBO 2017 hat uns gezeigt: Sport muss Spaß machen und interaktiv sein. Nur so klappt es mit der Motivation. Fitnessstudios werden zukünftig Cyber-Trainingskonzepte wie Cyberobics oder Prama anbieten, die eine Kombination aus Bewegung, Musik, Licht und Timing bieten. Die Wände und der Fußboden werden interaktiv mit in das Work-out mit einbezogen. Und wer keine Lust auf Fitnessstudio hat, muss nicht zwangsweise vor die Haustür gehen, um sich auszupowern. Ob Rennrad, Mountainbike oder Langlauf, für diese Sportarten gibt es mittlerweile technologisch hochentwickelte Simulatoren, die den Sportler in virtuelle Welten eintauchen lassen. Das lässt schnell vergessen, dass eigentlich gerade gesportelt wird …


Fotos: © Behrendt und Rausch

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