Fiat Chrysler 200C und 300C

Der Fiat Chrysler 200C ist dabei – erkennbar an der niedrigeren Nummer – unter dem dicken Dreihunderter positioniert. Wer auf der LA Auto Show genau hinsieht, erkennt, dass der 200C klar die Züge des Chrysler Sebring trägt, den er wegen dessen Erfolglosigkeit ersetzen soll. Dazu wurde seine Außenhaut ein wenig gestrafft; unter dem kantigeren Blechkleid erwartet den Kunden solide, wenn auch recht konventionelle Technik der amerikanischen Mittelklasse: Frontantrieb, Reihenvierzylinder- und V6-Motoren. Im Innenraum sorgen wohlplatziertes Chrom, Holzimitat und augenscheinlich eher wenig Seitenhalt bietende Sitze für Gemütlichkeit. Direkt in Greifnähe: die legendären Cupholder.

Fiat Chrysler 200C soll uns als Lancia beehren

Den Fiat Chrysler 200C verunziert, so möchte man fast sagen, eine reichlich klobige Mittelkonsole; vor ihr baut sich der ungewöhnlich gemischte Technik Tower auf: ganz oben ein großer Navi-Bildschirm, darunter ebenfalls recht große Lüftungsauslässe, dann die Bedienung der Klimaanlage, gefolgt vom CD Radio, das nun fast im Kellergeschoss sitzt. Hier scheinen Nachbesserungen nötig, vor allem wenn Fiat Boss Marcchione seine Drohung wahr macht und den Fiat Chrysler 200C für den europäischen Markt als Lancia umlabelt. Große Lancia sehen seit mehreren Dekaden keinen Stich mehr gegen die Mitbewerber ihrer Klasse, und dann noch nicht mal ein reinrassiger Südländer, sondern ein immigrierter Italoamerikaner?

Fiat Chrysler 300C: Klassische Fahrzeugauslegung auf der LA Auto Show

Der ebenfalls auf der LA Auto Show gezeigte Fiat Chrysler 300C muss ich mit diesem ganzen Trubel nicht herumschlagen. Der noch unter Mercedes entstandene Mittelklasse Bomber ist nach wie vor eine eindrucksvolle Erscheinung, die auch hierzulande zum festen Straßenbild gehört. Allerdings wirkt der 300C nach Jahren ein wenig angestaubt: Ein Facelift, das mehr als nur einen neuen Kühlergrill beinhaltet, wäre wünschenswert. Abgesehen davon überzeugt der Chrysler 300C mit alten Tugenden wie Heckantrieb und Hemi-Power mit kernigem V8-Sound. Eine prachtvolle Alternative zum deutschen Establishment, die nicht vernachlässigt werden sollte. Die nächste Generation vielleicht auf Quattroporte-Basis?

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