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    Start » Fernsehen betäubt
    Besser Leben

    Fernsehen betäubt

    20. August 20062 Minuten Lesezeit

    Die Italiener sind ja bekanntermaßen in diesem Jahr Weltmeister geworden und freuen sich ganz unbändig darüber. Diese Euphorie scheint sich durch das ganze Land zu wälzen und Aktivitäten anzustoßen, von denen man beileibe nicht geglaubt hätte zu hören. Nun wollte die Volkesseele Italiens also etwas über die Schmerzempfindlichkeit kleiner Kinder zwischen 7 und 12 Jahren wissen. Meiner Meinung nach schon eine völlig irrelevante Fragestellung, aber das hole ich jetzt eh nicht mehr zurück.

    Ärzte (hoffe ich jedenfalls) begannen also drei Szenarien aufzubauen. Im einen Fall wurde den Kids Blut abgenommen, während sie auf Mamas Schoß saßen. Im zweiten Fall wurde das gleiche verübt, während die Kids Fernsehen schauten. Und im dritten Fall hatten die armen Kids weder Mama noch TV zur Ablenkung zur Verfügung.

    Wenig überraschend ist, dass die Kids ohne Alles die sogenannte Arschkarte hatten. Denen tat die Aktion einfach fürchterlich weh. Die TV-Kids spürten nur ein Drittel des Schmerzes, den die Alleine-Kids und immerhin nur die Hälfte der Schmerzen, die die Mütter-Kids erduldeten. Mütter-Kids waren also nicht wesentlich besser gestellt als Alleine-Kids. Die italienischen Forscher waren angeblich bestürzt über diese Ergebnisse.

    Nach kurzer Bedenkzeit jedoch kam man auf die Idee, dass übertriebene elterliche Sympathiebekundungen Kindseitig gern als Vorbereitung auf eine absolute Katastrophe für die körperliche Unversehrtheit verstanden werden. Das wäre ja eine für alle Eltern zunächst akzeptable Erklärung.

    Wird doch wohl keiner glauben, dass Kinder sich eher zum Verblödung verursachenden TV hingezogen fühlen???

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