Fair und effektiv: Das Tackling im Fußball

Das Tackling meint im Wortsinn („attackieren“) und auf den Fußball bezogen eigentlich ausschließlich den Zweikampf am Boden zwischen zwei Spielern bzw. das Trennen des Gegners vom Ball. Das kann mitunter auch in der Luft passieren, ist aber eher unwahrscheinlich. Ein Kopfballduell ist eben ein Kopfballduell und kein Tackling. Demnach beschränken wir uns in der Folge auf den Zweikampf am Boden, also auf das Grätschen. Ihr erfahrt worauf ihr zu achten habt, welche Technik berücksichtigt werden muss und was ihr tunlichst unterlassen solltet.

Tackling: So wirds gemacht!

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Das richtige Timing

Das A & O eines jeden fairen und effektiven Tacklings ist das Timing. Und das muss man einfach wieder und immer wieder trainieren. Vor allem die defensiven Mittelfeldspieler und Verteidiger unter euch werden wissen, was das heißt. Weder hilft es zu früh das Tackling zu starten, noch die Grätsche verspätet durchzuführen. Hier kann nicht näher auf mögliche Trainingseiheiten  eingegangen werden, doch müsst ihr euch das immer wieder vor Augen halten. Unbedingt notwendig ist dabei auch die Kenntnis um die eigene Schnelligkeit. Zwar lässt sich das nicht völlig unabhängig vom Gegenspieler betrachten (ist dieser besonders schnell, dann kommt man mitunter trotzdem zu spät), doch solltet ihr in etwa wissen, wie lang ihr für unterschiedliche Entfernungen braucht.

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Das richtige Stellungsspiel

Das hängt mit ersterem unmittelbar zusammen. Denn wenn ihr nun eure Geschwindigkeit abschätzen könnt, dann hilft euch das eventuell nicht, wenn ihr viel zu weit vom Gegenspieler weg steht. Entscheidend ist hier – aber das hat euer Trainer euch beizubringen -, dass ihr als gesamte Mannschaft den Platz abdeckt, ihr alle also euren „Raum“ habt, für den ihr verantwortlich seid. Wenn das klappt, dann kann das Stellungsspiel zumindest nicht mehr gänzlich falsch sein und euer Tackling hat größere Chancen fair zu gelingen.

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Die richtige Technik

Das Wichtigste, sobald ihr an eurem Gegenspieler dran seid. Ganz entscheidend ist, dass ihr eure Beine während des Grätschens am Boden behaltet. Das hat zweierlei Gründe: Zum einen umgeht ihr dadurch mögliche schwerwiegende Verletzungen eurer Gegenspieler und zum anderen verschont ihr euch selber mit etwaigen Karten. Stets solltet ihr zudem auf den Ball achten, nicht auf den Spieler. Jeder kennt Fouls, bei denen der eine ausschließlich den anderen Spieler treffen will und nie die Absicht hatte den Ball zu spielen. Das endet geht dann meistens aber nach hinten los. Außerdem solltet ihr versuchen euch anzugewöhnen, dass wenn ihr am Gegner dran seid wieder ein wenig das Tempo zu drosseln, so dass ihr ihn – wenn es dann doch mal passiert – nicht mit voller Wucht trefft. Letztlich ist es so und man sieht es beispielsweise an Per Mertesacker oder Mats Hummels in der Fußball Bundesliga: Wenn das Timing und das Stellungsspiel stimmen, zudem stets tatsächlich versucht wird den Ball zu spielen, kommt man weitestgehend ohne ein Foul, zumindest aber ohne Verwarnungen aus.

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Was man vermeiden sollte

Eine Blutgrätsche, also das bewusste grätschen in einen Gegner hinein, ohne den Ball im Blick zu haben, das sollte sich für jeden Sportler ohnehin ausschließen. Passiert es doch mal, dass der Gegner zu schnell war – und das passiert jedem und vielen mindestens einmal pro Spiel – dann sollte man zumindest darauf achten, das Bein möglichst zurückzuziehen bzw. auf keinen Fall anzuheben. Im Fußbereich hat jeder Spieler noch ein wenig besseren Halt, kann dort dementsprechend nicht ganz so leicht verletzt werden wie an den Knien oder seitlich an den Schienbeinen.
Wie man es definitiv nicht machen sollte, zeigt euch folgendes Video
[youtube 52t5ifcmoxM&feature=related]

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