Facebook als Beziehungskiller: Was tun damit Social Media nicht die Partnerschaft zerstört

Beziehungsprobleme, die es schon seit jeher in der Realität gab und auch immer geben wird, finden durch Netzwerke wie Facebook als Beziehungskiller neue Nahrung. Ein Mangel an Offenheit, Ehrlichkeit, Würde oder Selbstbewußtsein, Stärke oder Mut, verlagert gern das Problem der eigenen Schwäche auf die andere Person in einer Beziehung. Es ist durchaus möglich, dass diese selbst ganz ähnliche Probleme zu bewältigen hat und deshalb den vermeintlich leichteren (Aus-)Weg in die virtuelle Welt findet. Aber der davon „betroffene“ Partner, den die Einbeziehung von Social Media in der Liebe des anderen stört, sollte sich zuerst einmal selbst analysieren, WAS genau ihn eigentlich an diesem Sachverhalt ärgert. Nach modernen Maßstäben besitzt jeder Mensch die Freiheit, seine eigenen Grenzen zu definieren. Seltsamerweise sind es immer andere Menschen, die sich von dieser „Freiheit“ angegriffen fühlen.

Ob Facebook als Beziehungskiller dargestellt wird, weil sich ein Partner virtuell verliebte, oder ob Facebook als Beziehungskiller gilt, weil die Arbeit oder die Beschäftigung damit nicht wenig Zeit beansprucht, die einem gemeinsamen Liebesleben fehlt, sei dahingestellt. Facebook ist nur ein Ausdruck des allgemeinen Zeitgeistes, der scheinbar in Richtung Vernetzung strebt. Und scheinbar gezwungenermaßen machen sehr viele Menschen mit. Ob ich nun einen solchen Partner behalten möchte, dem „die Herde“ wichtiger ist als meine eigene Person, muss ich selbst zuerst für mich entscheiden. Danach kann ich den Partner mit dieser Entscheidung konfrontieren und seine, leider bereits sehr wahrscheinlich vorhersehbare, Reaktion entgegennehmen. Das setzt folgende Denkschritte voraus:

Facebook als Beziehungskiller: Wo könnte das Problem liegen?

  • Wie lässt sich die aktuelle Situation in der Partnerschaft beschreiben?
  • Welcher der beiden Partner bewegt sich in Facebook?
  • Arbeite oder kommuniziere ich mit Facebook? Was genau sind hier meine Ziele und welche Tätigkeiten führe ich hier aus?
  • Was genau stört mich an der Tätigkeit meines Partners bei Facebook?

 

Facebook als Beziehungskiller: So sollte man das Problem angehen!

1

Über die Arbeit jedes Einzelnen bei Facebook sprechen

Zwischen zwei Personen in einer Beziehung sollte, wenn es negative Gefühle bei mindestens einem von beiden Partnern hinsichtlich Facebook gibt, darüber gesprochen werden, was genau jeder Einzelne bei Facebook macht und warum.

2

Über den Inhalt und die nächsten Schritte bzw. die Zukunft in der Beziehung sprechen

Beide Partner in einer Beziehung sollten sich von Zeit zu Zeit immer wieder klar darüber werden, wie die gemeinsame Zukunft aussehen soll, welche Schritte bis dahin zu gehen sind und welche Aktivitäten genau jeder Einzelne dafür übernimmt. Gibt es keine Ziele oder keinen gemeinsamen Plan für die Realisierung, ist die Beziehung an sich in Frage gestellt.

3

Über die speziellen Einzelheiten bei Facebook sprechen, die einen Partner am anderen stören

Erst, wenn die Grundlagen einer Beziehung sowie die Ziele bei der Arbeit mit Facebook überhaupt klar sind, kann man das spezielle Problem bei Facebook, das einem Kopfschmerzen oder Sorgen bereitet, ansprechen. Vorher macht das gar keinen Sinn, da man dann Voraussetzungen unterstellt, die vermutlich nicht vorhanden sind, sondern zuerst einmal geschaffen werden müssen.

  Zeitaufwand: 180 Minuten Schwierigkeitsgrad:  

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