Elf typische Sprachfehler, die fast jeder macht

Oh je, erwischt! Diese Sprachfehler, die genaugenommen Sprechfehler sind, kennt wirklich jeder. Die meisten schreiben die Wörter zwar richtig, sprechen sie aber falsch aus oder nuscheln die Hälfte in ihren Bart. Ein Grund dafür liegt in der Phonetik, der Lehre der Sprachlaute. Bei manchen Lauten fällt uns die Aussprache schwerer als bei anderen. Hier findet ihr eine alphabetische Liste von elf typischen Sprechfehlern – die korrekte Schreibweise ist unterstrichen.

1. Amalgan/Amalgam

Amalgam ist ein Material zur Zahnfüllung aus Quecksilber, die umgangssprachlich auch als Plombe bezeichnet wird. Amalgam, nicht Amalgan, gilt heute bei Zahnärzten in Deutschland als nicht mehr zeitgemäß, da gesundheitlich bedenklich – Dentalamalgam wird immer seltener eingesetzt.

2. Disaster/Desaster

Ein Desaster, wer Desaster schreibt, aber Disaster sagt. Disaster ist der englische Begriff („Master of Disaster“) des aus dem Französischen stammenden deutschen Wortes Desaster. Bei der Suchmaschine Google wird der Begriff im deutschen Sprachraum übrigens nahezu doppelt so oft gesucht wie die richtige Variante.

3. Gelantine/Gelatine

Gelatine ist eine Koch- und Backzutat aus tierischem Knochengewebe und findet sich in vielen Süßigkeiten wieder. Richtig heißt es Gelatine und nicht Gelantine. Das „n“ hat sich in den Sprachgebrauch hineingemogelt. Mehr Infos über den Begriff Gelatine können Sie hier nachlesen.

4. Imbusschlüssel/Inbusschlüssel

Der Inbusschlüssel ist ein sechskantiges Schraubwerkzeug. Jeder, der schon mal ein Ikea-Regal aufgebaut hat, hatte eines der unterschiedlich großen Werkzeuge in der Hand. Geläufig ist die Kurzform Imbus, obwohl es Inbus heißen müsste. Trotzdem weiß jeder, was gemeint ist.

5. Korregieren/Korrigieren

Wer Korrigieren mit „e“ anstelle „i“ ausspricht, sollte diesen Sprechfehler unbedingt korrigieren.

6. Lybien/Libyen

Das arabischsprachige Land in Nordafrika wird fälschlicherweise oft Lybien genannt, obwohl es Libyen heißt. Die korrekte Aussprache ist also „Libüen“, nicht „Lüübien“!

7. Orginal/Original

Er ist so authentisch, ein waschechtes Original. Bei Orginal wird das „i“ verschluckt und meist sogar das „r“. Dann heißt es Oginal. Geht zwar schneller über die Zunge, ist aber gänzlich falsch.

8. Reperatur/Reparatur

Wer sein Auto reparieren lässt, muss für die Rechnung meist ungewollt tief in die Tasche greifen. Reparaturkosten sind nämlich selten günstig. Also merken: Das „e“ gegen ein „a“ tauschen.

9. Sempf/Senf

Um einen Senf herzustellen, braucht man Senfkörner, keine Sempfkörner. Dieser Sprechfehler hat viele Freunde. Wörter, die mit „f“ enden, werden häufig mit „mpf“ ausgesprochen, das scheint in puncto Aussprache irgendwie einfacher zu sein. So wie:

  • Fünf (Fümpf)
  • Genf (Gempf)
  • Hanf (Hampf)

 10. Triologie/Trilogie

Filmfans wissen, nicht jede Trilogie ist sehenswert. Meist ist nur der erste oder letzte Teil gut. Was dazwischen kommt, ist mehr ein Lückenfüller. Eine Trilogie ist eine Folge von drei Teilen, die zusammengehören. Ein Musik-Trio besteht aus drei Musikern – keinen Schauspielern.

11. Wehmutstropfen/Wermutstropfen

Zum Abschluss noch ein Wermutstropfen, kein Wehmutstropfen. In Wehmut, dem schmerzvollen Gefühl an die Vergangenheit, kann man schwelgen aber der Wermutstropfen verweist auf das sehr bittere Wermutskraut.


Bild: Pixelio, 595980, JMG

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