Eine Probefahrt mit dem neuen Audi A3 e-tron

Aller guten Dinge sind drei: Wie Tobias Meyer vom Produktmarketing zur Fahrpräsentation des neuen Audi A3 e-tron erklärte, kommen in Form des A3 Sportback ein batterieelektrisch betriebenes Auto, ein Plug-In-Hybrid-Sparfuchs und ein Performance Car zusammen.

Der neue Audi A3 e-tron mit dem 150 PS leistenden 1.4 TFSI-Benziner sorgt unbewusst für eine Fahrweise, die allein elektrisch von statten geht. Klingt seltsam? Ja nun, die E-Maschine mit maximal 102 PS und satten 330 Nm Drehmoment trumpft mit äußerst geschmeidigem und so mühelosem Vortrieb auf, das Rauschen der Klimaautomatik auf niedrigster Einstellung ist wegen des so gut wie lautlosen Antriebes bei unserem Audi A3 Fahrbericht problemlos wahrzunehmen, wohingegen einen das Abrollgeräusch der 17-Zoll-Pneus durch seine Penetranz schon fast belästigt. Dinge, die man in herkömmlich befeuerten Pkw nicht einmal hört. Und in diese wohltuende Ruhe grollt bei einem Kickdown plötzlich der Benziner mit hochtourig und einer Heftigkeit, die die bis dato zurückhaltende Eleganz des A3 e-tron Sportback hatte nicht vermuten lassen.

 

Der Audi A3 e-tron geht gut nach vorn

Nicht, dass dem A3 e-tron daraus ein Strick zu drehen wäre – dem sportlichen Anspruch von Audi gemäß bricht er eben das Versprechen des Performers nicht und saust davon. Mithilfe der Systemleistung von 150 kW/204 PS und eines kombinierten Drehmoments von 350 Nm wird in 7,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter auf Tempo 222 gesprintet, der klang des hinter der Heckschürze versteckten Auspuff reizt zu dynamischem Fahren. Hierfür sorgt im neuen Audi Hybrid-Flitzer auch der dank unter den Rücksitzen beherbergte Lithium-Ionen-Akku von 120 kg Masse, die dank tiefer Einbaulage der Straßenlage förderlich ist. Der 40-Liter-Tank befindet sich zwischen den Hinterrädern, wo bei den A3 Sportback quattro-Varianten das Hinterachsdifferential sitzt; der Gepäckraum bietet wie bei jenen 280 Liter Ladevolumen.

Unterwegs mit dem neuen Audi A3 e-tron ©Arild Eichbaum 

Audi hat den A3 e-tron tadellos abgestimmt

Der Audi A3 e-tron macht ungeachtet dieser konträren Wesenzüge nach ausgiebiger Testfahrt durch Wien und den Wienerwald dennoch einen runden Eindruck: Wird Leistung gebraucht und diese nicht brutal per Gewaltstoß aufs Gaspedal gefordert, geht sich der 1.4 TFSI-Vierzylinder nicht lediglich angenehm, sondern enorm kultiviert und ruhig ans Werk. Da ist im A3 e-tron schon ein gutes Gehör nötig, um zu erkennen, ob der Benziner zurzeit wirklich arbeitet. Oder ein Blick auf das Zentraldisplay nach Betätigung der darunter positionierten EV-Taste: Jetzt lässt sich ermitteln und auf Wunsch verstellen, in welchem der vier Modi – electric hybrid auto, hybrid hold und hybrid charge – die Audi A3 Hybrid-Version fährt beziehungsweise fahren soll.

 Unterwegs mit dem neuen Audi A3 e-tron ©Arild Eichbaum

Fazit vom Audi A3 e-tron Test: Das war spitze!

Leicht erkennbar ist der neue A3 e-tron am Singleframe-Grill mit waagerechten Streben. Hinter den abklappbaren vier Ringen sitzt die Ladebuchse. Das Aufladen des 8,8 kWh-Stromspeichers dauert mit 220 Volt 225 Minuten und mit Starkstrom derer 135. Rein elektrisch surrt der frontgetriebene A3 Sportback in 4,9 Sekunden von 0 auf 60 km/h und weiter bis zur Autobahn-Richtgeschwindigkeit 130. Maximal stromert der Audi A3 e-tron 50 km weit, was fürs Gros der täglichen Touren langt. Und auf großer Fahrt springt eben der Benziner mit ein. Das grüne Gewissen hat in Ingolstadt übrigens einen Preis, der mit 37.900 Euro nicht gerade klein ist. Der Spritkonsum vom Audi Plug-In-Hybriden fällt mit 1,5 l/100 km, was CO2-Emissionen von 34 g/km entspricht, dafür um so niedriger aus.

 

Bilder: ©AUDI AG (1), Arild Eichbaum (8)

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