Eine Insel mit zwei Bergen: Traumhafte schöne Urlaubsinseln zum Wandern

Wie gut es sich auf der Insel Lummerland aus dem Kinderbuchklassiker „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ wandern lässt, können wir nicht sagen. Dafür haben wir einige andere Inseln parat, die ideal für einen aktiven Natururlaub sind. Vorhang auf für drei der schönsten Wanderinseln Europas.


Azoren – Das grüne Hoch im Atlantik

Die zu Portugal gehörige Inselgruppe der Azoren liegt mitten im Atlantik und besteht aus neun Inseln. Sie sind vulkanischen Ursprungs, die Vegetation ist dank des Lavabodens üppig. Bananen, Feigen, zahlreiche Blumen wie die besonders prächtigen Hortensien und Weiden in sattem Grün erfreuen das Auge, dazu gesellen sich tiefblaue Kraterseen und schwarze Felsmassive – ein beeindruckendes Farbenspiel. Die größte der Inseln, São Miguel, ist zum Wandern am besten geeignet und bietet die meisten Wanderwege. Empfehlenswert und locker zu meistern ist die rund vierstündige Tour zum Kratersee Lagoa do Fogo, der sich 575 Meter über dem Meeresspiegel befindet. Ganz entspannt ist auch die Etappe zu den Minisiedlungen Fajã dos Vimes und Fajã de San João, die Wanderer auf dem Eiland São Jorge erwartet. Etwas anspruchsvoller ist die Tour zum Vulkanberg Pico Alto, den Wanderer auf der Insel Pico absolvieren können. Wer halbwegs fit und trittsicher ist, meistert die rund fünfeinhalbstündige Etappe aber ohne Probleme.

Gran Canaria – Vom Strand direkt ins Gebirge

Die Kanareninsel Gran Canaria hat viel mehr zu bieten als Meer und Strand. Von den Küstenorten aus gelangt man im Nu ins Gebirge. Jahrhundertelang klappte das nur über die „Caminnos reales“, die häufig steilen Fußwege, über die sich auch heute noch die Insel wandernd erkunden lässt. Ein Muss ist die leicht zu bewältigende Tour zur Felsformation Roque Nublo, dem Wahrzeichen von Gran Canaria. Sie dauert nur rund zwei Stunden, lediglich etwa 230 Höhenmeter gilt es zu bewältigen. Ebenfalls empfehlenswert ist die Panoramawanderung über die Hochebene rund um den Tafelberg von Acusa, inklusive Abstecher zum Höhlendorf Artenara. Eine Herausforderung ist die Etappe von Tasartico zur Playa de Güi Güi, dem wohl schönsten und einsam gelegenen Strand der Insel. Hin- und Rückweg zusammengenommen, dauert die Tour etwa sechs Stunden und führt über 900 Höhenmeter – bei der die Wanderer zumeist vergeblich nach Schatten Ausschau halten.

Madeira – Die blühende Wanderperle

Die Blumeninsel Madeira ist eine Traumdestination für Naturliebhaber – und für Wanderfreunde. Entlang der weitverzweigten Levadas, der zur Bewässerung angelegten Wasserläufe, ziehen sich zahlreiche, größtenteils ebene Wege über die Atlantik-Insel. Ein Highlight ist die entspannte Tour entlang der Levada Nova im Südwesten des zu Portugal gehörenden Eilandes, die den Wanderer mit traumhaften Ausblicken belohnt. Beeindruckend und für Geologie-Interessierte ein Muss ist die Wanderung durch den Talkessel des Nonnentals nach Curral das Feiras, die als mittelschwer einzustufen ist. Die verschiedenen Bergtouren zum Pico Ruivo, dem mit 1.862 Meter höchstem Gipfel von Madeira, sind anspruchsvoll und nur für schwindelfreie Wanderer geeignet. Als Belohnung winken spektakuläre und unvergessliche Ausblicke.

Fotoquelle: Thinkstock, 177520289, iStock, tane-mahuta

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