Die (vorläufigen) fünf Finalteilnehmer des Eurovision Song Contest 2011 im Vergleich

Normalerweise schaffen es sechs Länder in das Eurovision Finale, die Big Five und das Siegerland, da Deutschland jedoch zu den finanzkräftigen Ländern gehört, sind es dieses Jahr nur Fünf. Wer gehört ansonsten dazu? Das United Kingdom, Frankreich, Italien und Spanien. Und wie sehen deren musikalischen Beiträge aus?

Das Eurovision Finale für die Big Five

United Kingdom- Blue „I can“

Die Boyband Blue ist mit ihrem Hit „I can“ bereits ein absoluter Favorit unter Fans und Wettquoten-Sammlern. Kein Wunder, als einer der wenigen Acts, die auch international eine große Fangemeinde haben, haben die Jungs den Vorteil, dass sie nicht erst mit ihrem Auftritt von sich überzeugen müssen. Einzige Stolperfalle: Wenn der Auftritt daneben geht, kann das einen herben Schlag bedeuten, das hat der peinliche Auftritt der Band t.a.t.u. im Jahre 2003 gezeigt, der die schlechten Sängerinnen zwar auf Platz 3 schickte, aber den ersten Platz vor allem durch die mangelnden Gesangstalente ruinierte. Aber als Boyband sind die Engländer es gewohnt, ständig beweisen zu müssen, dass sie auch ohne Playback performen können, daher dürften sie relativ sicher sein, denn auch wenn es mir schwer fällt, das zu sagen: der Song ist spitze.

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Frankreich – Amaury Vassily „Sognu“

Amaury Vassily ist ein ausgebildeter Opernsänger, weshalb sein Song „Sognu“ auch sehr wohl für den nächsten Henri Maske Boxkampf verwendet werden könnte, vorausgesetzt, Maske steigt irgendwann mal wieder in den Ring. Auch wenn man weniger an Popmusik und eher an Andrew Lloyd Webber Musicals denkt, wer auf orchestrale Imposanz steht und sich an Vassilys Motorradjacke nicht stört, der dürfte sehr beeindruckt sein. Vassily könnte als Überraschungssieger hervor gehen, wenn der Song in der Reihenfolge der Auftritte gut platziert ist. Sobald er zum Ende hin performt, könnte der Franzose wirkliche Chancen auf einen der vorderen Plätze haben, für Platz 1 könnte es jedoch etwas zu feierlich sein.

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Italien – Raphael Gualazzi „Madness of Love“

Über den italienischen Jazzsänger und Pianisten Raphael Gualazzi und seinen Song „Madness of Love“ habe ich mich ja schon ausgesprochen, der Song ist superb, Gualazzi der Sieger der Herzen echter Musikfans. Ob dieser Song das Richtige für die Eurovision Bühne ist – fraglich, denn das Publikum ist nicht immer in der Lage, wahre Qualität aus den bunt glitzernden Discosongs heraus zu suchen. Aber wer weiß, vielleicht geschehen ja noch Zeichen und Wunder, denn wer denkt nicht an Sinatra mit Jazzeinschlägen, wenn er Gualazzi so charmant singen hört?

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Spanien – Lucia Perez „Que me quiten lo bailalo“

Die wohl schönste Frau des Wettbewerbs, Lucia Perez, wird es sehr schwer haben, denn sie muss mit „Que me quiten lo bailalo“ nicht nur einen Song im Eurovision Finale performen, den sie selbst nicht leiden kann, ihre Stimme ist außerdem nicht so zuverlässig, wie sie bei einem Live Auftritt sein sollte. Außerdem gibt es ein paar andere Teilnehmer, die die südländischen Partyhits etwas besser über die Bühne bringen. Es würde mich wundern, wenn dieser Song einen der vorderen Plätze einnimmt.

[youtube DaU43vEzw28]

Deutschland – Lena „Taken by a Stranger“

Wenn man sich die Songs anhört, die Lena Meyer-Landrut zur Auswahl standen, muss man etwas erschrocken fest stellen, dass alle schwächeln und irgendwie stumpf und leblos klingen. Während man „Satellite“ im Vorjahr zumindest einräumen konnte, dass er peppig genug war, um sich selbst den sich wehrenden Radiohörern als Ohrwurm auf zu drängeln, hat man kein Problem, die Songs für 2011 sofort wieder zu vergessen. „Taken by a Stranger“ ist dabei wohl eines der kleineren Übel, bietet aber keine Klimax, keinen knackigen Refrain und kaum Möglichkeiten für Lena, durch die Performance etwas Charisma zu versprühen. Der Rückenwind von 2010 mag dafür sorgen, dass sie im vorderen Viertel mitsegelt, aber einen der ersten drei Plätze wird es kaum geben können.

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