Die „Vorhölle“ wird abschafft!

Was passiert mit den Babys, die sterben, bevor sie getauft worden sind? Bisher behauptete die eine jahrhunderte lange katholische Tradition, dass sich die Seelen dieser Babys bis auf weiteres in der Vorhölle aufhalten müssten. Papst Benedikt XVI. will diesen Grundsatz für ungültig erklären und die "Vorhölle" zumindest für verstorbene Säuglinge abschaffen. Der so genannte "Limbus infantium" ist eine Art Warteraum für all jene Babys, die sterben, ohne getauft worden zu sein. Ziel der für Freitag erwarteten öffentlichen Erklärung ist es, die Seelen von Millionen von Babys in den Entwicklungsländern zu retten.

Entstanden ist diese Vorstellung aus einer theologischen Verlegenheit. Denn wenn man mit besonderem Nachdruck die Unverzichtbarkeit der Taufe für das Seelenheil behauptet, stellt sich sehr bald die Frage nach den ungetauften Kindern. Dieser Logik entsprechend gibt es etwa auch einen "Limbus patrum" – eine Vorhölle für all jene Gerechten, die vor Christi Geburt starben, also beispielsweise auch die Väter im alten Testament. Von den Müttern war bisher nicht die Rede.

Mit der Abschaffung der Vorhölle für Säuglinge dürfte es dem Papst aber nicht nur um die vielen Babys gehen, die in den Entwicklungsländern sterben – nicht zuletzt auch weil die katholische Kirche immer noch nichts von Geburtenkontrolle hält. Vielmehr sieht sich der Vatikan in zunehmender Konkurrenz mit dem Islam in Afrika und Asien. Nach islamischer Vorstellung kommen tot geborene Babys direkt ins Paradies – ein nicht unwesentlicher "Wettbewerbsvorteil" in Ländern mit hoher Kindersterblichkeitsrate.

Eine internationale katholische Theologenkommission hat nach einem Bericht der britischen Tageszeitung "Times" im Vatikan über das Problem beraten. Sie sei zu dem Schluss gekommen, dass alle Babys, die sterben, das in der Erwartung der "universellen Erlösung durch Gott" tun – ob getauft oder nicht. Nach Ansicht der Theologen will Gott, dass alle Menschen erlöst werden, die Seelen von ungetauften Kindern seien einem "gnädigen Gott" anvertraut, dessen Wege zur Erlösung dem Menschen unbekannt seien. De facto bedeute das, dass alle Kinder, die sterben, in den Himmel kämen. Weiter in der Vorhölle warten müssen alle Gerechten, die vor Christi Geburt starben. Denn der "Limbus patrum" wird nicht abgeschafft.

6 Meinungen

  1. Ich habe gerade zweimal hinschauen müssen, ob ich mich wirklich im richtigen blog befinde..Wenn es nicht so lächerlich wäre, würde ich glatt anfangen zu weinen..Ich finde den Beitrag aber trotzdem rundum gelungen..Er zeigt mir doch, was die Religionen für weltliche Sorgen haben.

  2. Guten Morschen…..Frage….was würde passieren wenn Niemand mehr an irgendeine Religion glauben würde….wenn Niemand jemand anderen wegen seines Glaubens auf die F….schlagen müsste..wenn keiner mehr sagen könnte er habe den waren Gott………wenn es keine Kriege im Namen eines Gottes geben würde……..was würde dann passieren…

  3. Dann haben wir uns..Die Menschlichkeit würde gesiegt haben.Und wir könnten stolz behaupten, dass wir alle gleich sind. Vom Kopf bis zu den Zehen..Und das eigentlich schon immer waren………….

  4. Aha……@Die „Vorhölle“ wird abschafft!…..weil wir mittenfrin sind….?????????

  5. Das Abschaffen der Vorhölle ist zu begrüßen. Dann sollte aber Schluß sein, denn wenn auch die Hölle abgeschafft wird, kommen Mohammeds Eltern wieder frei. Und dann wird man sich fragen müssen, wohion mit ihnen?Bei PI gefunden:“ MOHAMMEDS ELTERN SIND IN DER HÖLLE !!!!!Fatwa über die Eltern MuhammadsVon Scheich Muhammad Saleh al-Munajded(Institut für Islamfragen, dh, 11.10.2006)Frage: Sind die Eltern Muhammads in der Hölle oder im Paradies?Antwort: Muhammad selbst äußert sich dazu:“Allahs Prophet, Muhammad, sagte aus, seine Eltern seien in der Hölle.In [der Überlieferung von ] Sahih Muslim Nr. 203 fragte ein Mann Allahs Propheten: ‚“Wo ist mein Vater?‘ Allahs Prophet sagte: „Im Feuer (der Hölle) … mein Vater und dein Vater sind in der Hölle‘.“(Quelle: http://www.islam-qa.com/special/index.php?ref=47170&subsite=13&ln=ara )

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