Die US Open 2011: Ein Zwischenresümee

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind das Gastgeberland des letzten Grand Slam-Turnieres des Jahres. Und die Amerikaner lieben ihren Grand Slam. Die Amerikaner lieben nämlich bekanntlich alles was reich an Emotionen, unerwarteten Siegen und dramatischen Niederlagen ist. Und sie lieben die große Show – all das gab es in den vergangenen elf Tagen der US Open 2011 zuhauf. Hier ein kleiner Überblick über große Spiele, Überraschungserfolge und Aufreger der Stars.

Die Herrenkonkurrenz: Machtdemonstration, Schockmomente, Aufreger

Bei den Herren läuft im Moment alles wie geplant. Das erste Traum-Halbfinale zwischen der aktuellen Nummer Eins Novak Djokovic und der amerikanischen Nummer Eins der Herzen Roger Federer steht bereits fest, und auch der Weltranglistenzweite Rafael Nadal kämpft heute um sein Ticket für die Runde der letzten Vier. Mit Andy Murray, der auch noch im Rennen um eine Halbfinalteilnahme ist, wäre das bekannte Grand Slam-Quartett dann auch komplett. Business as usual also bei den Herren, die Favoriten bleiben unter sich.

Für einen kurzen Schockmoment sorgte allerdings Nadal auf der Pressekonferenz nach seinem Achtelfinaleinzug. Ein Krampf im Oberschenkel streckte den Spanier kurzzeitig nieder, so dass er mit schmerzverzerrtem Gesicht plötzlich vom Rednerpult auf den Boden hinabglitt und einige Minuten behandelt werden musste. Allerdings war alles halb so wild, Nadal setzte den Rest der Pressekonferenz anschließend locker im Stehen fort.
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Für einen weiteren Aufreger sorgte die Turnierleitung: Da es in den vergangenen Tagen immer wieder regnete, mussten einige Partien verschoben oder abgesagt werden. Die Entscheidung, einige Spieler für wenige Minuten trotzdem auf die unbespielbaren Plätze zu jagen, um sie, wie einige es nannten, dem wartenden Publikum gewissermaßen vorzuführen, sorgte für massive Kritik am Turniermanagment. Unter anderem Andy Roddick legte sich mit dem Oberschiedsrichter an, als er auf einem nassen Platz geschickt wurde, auch Nadal äußerte sich kritisch über die Entscheidung, der Gesundheit der Spieler nich oberste Priorität zu gewähren.

Die Damenkonkurrenz: Jubel in Deutschland, Schock in Amerika

Dass die hochgehandelte Venus Williams aufgrund einer Erkrankung am Sjörgen-Syndrom bereits vor ihrem Zweitrundenmatch gegen die Deutsche Sabine Lisicki die Segel streichen musste, war für das amerikanische Publikum ein herber Schlag. Zu gerne wollen sie wie vor drei Jahren wieder eine Landsmännin siegen sehen. Damals gewann Venus Schwester Serena Williams als letzte Amerikanerin das Damenfinale. Mit ihrem Sieg über die Russin Anastasia Pawljutschenkowa wahrte sie auch in diesem Jahr die Chance, ihren Triumph bei den US Open 2011 zu wiederholen.

Für wahre Begeisterungsstürme sorgt hingegen Angelique Kerber. Deutsche Spieler in einem Grand Slam-Halbfinale sah man zuletzt nicht allzu oft, bei den Damen ist es in Amerika schon 15 Jahre her, dass Steffi Graf für deutsche Beteiligung unter den Besten Vier sorgte. Die Erfolgsgeschichte der ungesetzten Kerber, die dank des spannenden Viertelfinalsiegs gegen Flavia Pennetta aus Italien nun weitergeht, ist dabei ganz nach dem Geschmack des amerikanischen Publikums. Denn das Land der unbegrenzten Möglichkeiten liebt seine Überraschungssieger und Außenseiter. Vom Tellerwäscher zum Millionär gewissermaßen, alleine die Halbfinalteilnahme bei den US Open 2011 wird Kerber schon 450.000 $ Preisgeld einheimsen. Das Halbfinale gegen Samantha Stosur aus Australien findet am Samstag statt.

Auch die Weltranglistenerste und eine der Favoritinnen auf den Titel Caroline Wozniacki ist noch im Rennen. Sie wird gegen Serena Williams ebenfalls am Samstag um den Einzug ins Finale antreten. Für einige Lacher sorgte ihre Pressekonferenz, in der sie Rafael Nadals kleinen Schwächeanfall auf die Schippe nahm und so bewies, dass nicht nur im Herrentennis einige Scherzbolde vertreten sind.
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