Die ukrainische Tragödie

Fakt ist, dass Julia Timoschenko eine eher offene
Konversation pflegt. Was sie will, das sagt sie auch. Nur: Jeder, der sich ein
bisschen in der Politik auskennt weiß, dass es ziemlich inopportun sein kann,
stets seine ehrliche Meinung auszuposaunen.  Wobei noch hinzu kommt, dass Timoschenko
während ihrer aktiven Zeit als Energieunternehmerin auch nicht gerade als ein
Musterbeispiel an fairer Unternehmerschaft bekannt war.

Seit März haben Juschtschenko und Timoschenko verhandelt, um
eine Neuauflage des orangenen Bündnisses hin zu bekommen. Es hat letztlich
nicht geklappt. Timoschenko ist wohl zu radikal und nicht hinreichend
konsensfähig. Dieses Verhalten hatte ihr ja schon in der Vergangenheit den Job gekostet
und sie sogar ins Gefängnis gebracht. Ihre Tochter lebt aus Sicherheitsgründen
in England. Ihr Mann ist gar komplett untergetaucht.

Beispielhaft. Könnte man sagen. Eine Prinzipientreue. Sowas
wünscht man sich doch  von einer
Politikerin. Ist dem allerdings in der aktuellen Situation in der Ukraine
tatsächlich so? Durch ihr störrisches Verhalten hat Timoschenko den Worst Case,
oder zumindest einen der Worst Cases zur Realität werden lassen.

Janukowitsch hingegen ist der von Timoschenko zu
verantwortende Gewinner ihres Egos.  Juschtschenko hätte sich wahrscheinlich lieber
einen weiteren Giftcocktail reingezogen, als ausgerechnet den Typen zu
nominieren, den er mühevoll losgeworden war. Nur war der Giftcocktail keine
politische Alternative.

Wer weiß,
an welcher Lappalie Timoschenko die Koalition dieses Mal wieder hätte scheitern
lassen. Nachdem sie dies
ohnehin bereits vormals einmal getan hat, wäre sie vermutlich sowieso keine
verlässliche Koalitionärin gewesen. Ein geflochtener Haarkranz mag zwar einem
christlichen Symbol der Heiligkeit ähneln, dahinter stecken kann aber etwas gänzlich
anderes…

Verlierer sind die Ukrainer, sowie alle anderen kleinen Nationen,
die immer noch hofften, ihr Quasi-Diktatorisches Regime irgendwann friedlich
abwerfen zu können.  Wie ein Bumerang
kommt das Übel nun zurück und Juschtschenko muss seine komplette persönliche
Niederlage einräumen.

Nur Timoschenko wird sich wahrscheinlich als Heldin fühlen.
Sie hat keine Zugeständnisse gemacht! Toll!!!

Eine Meinung

  1. Ehrlich gesagt fehlt mir bei diesem Essay irgendeine sinnvolle Verknüpfung der einzelnen Gedankengänge, außerdem hätte mich die Situation in der Ukraine doch durchaus noch etwas ausführlicher interessiert, diese paar Statement sind mir da doch ein wenig zu knapp.

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