Die Mobilitätsplattform moovel kommt nach Berlin

moovel, so erklärte Michael Kuhn von Daimler Business Innovation, ersetze nicht das Auto – vielmehr integriert es mehrere Verkehrsmittel unter einem Dach. Hierzu gehört das Auto-Kurzzeitmietkonzept car2go, die Angebote der Mitglieder von mitfahrgelegenheit.de sowie das komplette Programm des Verkehrsverbunds Berlin Brandenburg VBB – sprich S-Bahn, U-Bahn, Bus, Tram, Regionalbahn und Fähre. In Kürze sollen über die App „mytaxi“ auch elfenbeingelbe Mietwagen mit Fahrer ins Portfolio eingebunden werden. Die kostenfreie Moovle App ist für Apple-Geräte bereits erhältlich, Benutzer von Android-Smartphones müssen sich noch bis Ende des Jahres gedulden. Zudem kann der Service kostenlos über die Mobile-Website m.moovel.com genutzt werden.

moovel weiß, wo es lang geht

„moovel bringt Transparenz, die es vorher nicht gab“, so Kuhn weiter, „das ist der Innovationsgrad.“ Diese liegt in erster Linie in den übergreifenden Kalkulationen von Fahrtkosten und Fahrzeit der verschiedenen Mobilitätsangebote, der direkte Vergleich ist dabei ebenfalls auf einen Blick möglich. An einer dynamischen Fahrzeitberechnung arbeitet das Team derzeit noch, realistisch ist aber sie bereits – so werden etwa Anfahrtswege der Taxis mit einbezogen. Ortsunkundige oder bezirksfremde werden dabei die Kartenfunktion zu schätzen wissen, die die Umgebung und die nächsten car2go-smarts, Mitfahrgelegenheiten und Haltestellen anzeigen. Wer immer noch Orientierungsprobleme hat, kann zudem die kamerabasierte Kompassfunktion nutzen, die anzeigt, ob es rechts oder links lang geht.

In Berlin fremde Menschen ins eigene Auto lassen

Die unkomplizierte Bedienung der Moovel-App basiert auf dem Satz „Ich möchte von hier nach _____“. Andere Zeiten oder andere Startpunkte lassen sich dabei leicht eingeben, das Ziel muss verständlicherweise ebenfalls eingegeben werden. Wer eine der in Berlin immer häufigeren innerstädtischen Mitfahrgelegenheiten anbieten will, tauscht „möchte“ gegen „fahre“ und kann so noch schnell ein kleines Taschengeld nebenbei verdienen. So lässt sich leicht der eine oder andere Liter Benzin wieder „kompensieren“. Finanziert wird moovel übrigens über Provisionen für vermittelte Fahrten – die Endkunden zahlen nicht dafür. Für die Zukunft arbeitet der VBB übrigens daran, die nötigen Fahrkarten über Smartphone oder Tablet PC bezahlen zu können.

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