Die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts

Das 20. Jahrhundert wird in der Kunstgeschichte als das Zeitalter der Moderne oder auch als klassische Moderne bezeichnet. Die Ursprünge reichen bis weit in das 19. Jahrhundert zurück.

Die Moderne bezeichnet keine Epoche

Die moderne Kunst greift inhaltlich zumeist Themen auf, die eine tiefe Sehnsucht nach neuen Menschen in einer natürlichen und besseren Umwelt zeigt. Der Begriff der Moderne ist, anders als der des Barock oder der Renaissance, kein Epochenbegriff. Vielmehr beinhaltet er die künstlerischen Neuerungen und die stilistische Vielfalt der verschiedenen Kunstrichtungen seit dem Impressionismus und Symbolismus. Die Moderne beinhaltet die Stilrichtungen Expressionismus, Kubismus, Futurismus, Konstruktivismus, Dadaismus, Surrealismus und die Neue Sachlichkeit mit ihren Spielarten Verismus und magischer Realismus. All diese Stile entstanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Durch den zweiten Weltkrieg kam die Kunstentwicklung in Europa zum Erliegen.

Fauves und Surrealismus

Die Fauves, von einer Kunstkritik auch als die Wilden bezeichnet, erhoben die Farbe als Hauptgestaltungsmerkmal ihrer Malerei. Kraftvolle Linien und starkfarbige reine Flächen bestimmten die Bildkomposition. Eine Deformation der Figuren sowie der gegenständlichen Motive führte zu einer Steigerung des subjektiven Ausdrucks.

Der wohl bekannteste Vertreter des Surrealismus ist der spanische Zeichner und Maler Salvatore Dali. Dali besaß hohe technische Meisterschaft und gestaltete ebenso Illustrationen, Bühnenbilder und entwarf Kostüme zu Filmen, für die er selber teilweise Drehbücher schrieb oder als Darsteller mitwirkte.

Expressionismus als Gegenbewegung

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt der Expressionismus als Gegenbewegung zum Realismus, Impressionismus und Naturalismus. Die Formen waren vereinfacht und kontrastreiche und starke Farben stellten die emotionale und subjektive Ausdrucksfähigkeit des Künstlers in den Mittelpunkt.

Ernst Wilhelm Nays Werke waren zunächst Figurenbilder, die aber schon stark abstrahiert waren. Ab 1951 entstanden ganze abstrakte Serien. Der gebürtige Berliner ließ sich besonders in seinen Frühwerken von Künstlern wie Henri Matisse und Karl Hofer beeinflussen. In seinen Spätwerken dann entwickelte er eine Form- und Farbsprache, deren klare Linien ins Auge stachen. Eben diesem Stil blieb er bis zum Ende seines Lebens treu.

Der 1921 in Krefeld geborene Grafiker, Maler und Actionkünstler Josef Beuys führte Kunst und Wissenschaft zusammen. Seine Devise lautete: „Jeder Mensch ist ein Künstler“. Limitierte und nummerierte Kunstedition verschiedener Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts finden Sie auf kunsthaus-artes.de.

Das Artikelfoto: maxoidos – Fotolia.com

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