Die kultivierten Gespenster gehen um

"Herausgeber sind  Nora Sdun, Gustav Mechlenburg und Jan-Frederik Bandel. Die drei Herausgeber sind wagemutig, aber keine  Hasardeure, denn bislang verursacht die Zeitschrift überschaubare Kosten: „die Autoren und Herausgeber arbeiten umsonst, einige "Gespenster" umschwirren das Team mit freundlicher Unterstützung in Sachen Lay-Out, Anzeigenakquise, Öffentlichkeitsarbeit, und auch einen klar definierte Zielraum hat die Zeitschrift im Blick: das Niemandsland zwischen akademischer und literarischer Welt. Mechlenburg ist darin erfahren, wirtschaftliche Realitäten nicht zu akzeptieren. Seit einiger Zeit betreibt er "textem", ein Literaturportal im Internet, in das jeder hineinschreiben kann, was er will. Womit natürlich nicht jeder gemeint ist, sondern das Prinzip Offenheit, das im Internet herrscht, im Gegensatz zu der Abgeschlossenheit einer gedruckten Publikation." ( >Die Welt 11.8.06) In der ersten Ausgabe steht Hubert Fichte im Focus. Sein umfangreiches Werk dass von dokumentarischen Romanformen bis hin zu ethnologischen Forschungsprojekten eine große Vielfalt umfasst, die bislang noch weitgehend  marginal rezipiert in den Bibliotheken schlummert.> Für Autoren wie Kathrin Röggla oder Ulrich Gutmair liegt dabei der Akzent auf der Auseinandersetzung mit Fichte als Teil der Reflexion eigener schriftstellerischer Arbeit. "Das sind ja keine wissenschaftlichen Texte", erklärt Jan-Frederik Bandel, der dritte der Herausgeber die Idee noch einmal neu, "In den Texten muss die Leidenschaft zu spüren sein."<  Ebda.

Ein Lesetipp zu Hubert Fichte sei hier gleich angefügt:
Das Hamburger Kellerlokal "Die Palette" als Treffpunkt von Außenseitern. Fichtes berühmter Roman ist ein Seismograph für den wachsenden Protest der sechziger Jahre.  Fischer Tb  9.90Euro
Hubert Fichte wurde 1935 in Perleburg (Brandenburg) geboren, wuchs in Hamburg auf, war dort Kinderdarsteller, später Schauspieler, Landwirtschaftslehrling und Schafhirte in der Provence. Seit 1963 lebte Fichte als freier Schriftsteller in Hamburg. Zu seinen wichtigsten Werken zählen neben den frühen Romanen, die ethnopoetischen Reiseberichte "Xango" (1976) und "Petersilie" (1980) sowie die mehrbändige "Geschichte der Empfindlichkeit" (ab 1987). Er starb 1986 in Hamburg.

Eine Meinung

  1. Einst ist wirklich ein „kindliches Gespenst“ durch unser altes Haus gejagt, und hat meine damalige Freundin Roswitha und mich geplagt! Gäbe viel darüber zu erzählen, doch möchte ich Dich hier damit nicht quälen! Eines noch habe ich festgestellt, der Geist zählt mehr als die ganze Welt! Schon vom berühmten Mystiker Jakob Lorber gehört?

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