Die Deutschen und ihre Kinderwünsche

Die Deutschen haben eine niedrige Geburtenrate und wünschen sich wenig Kinder. Deutsche Frauen wünschen sich durchschnittlich 1,75 Kinder, die Männer 1,59. Das ist sattsam bekannt. Warum das so ist und was das für die Familienpolitik bedeutet, ergründet die gestern von der Robert-Bosch-Stiftung vorgestellte Studie „Kinderwünsche in Deutschland – Konsequenzen für eine nachhaltige Familienpolitik“.

Jeder vierte Mann und jede siebte Frau will hierzulande kinderlos bleiben. Das ist eines der Ergebnise der großen Studie, zu der 10 000 Menschen in Deutschland zu ihren Einstellungen zu Kindern, Familie und Familienpolitik befragt wurden. Zwei Drittel der befragten Frauen gaben an, dass Kinder ihre finanziellen Möglichkeiten, Beschäftigungschancen und ihre persönliche Freiheit einschränken. Männer erwarten als Väter zwar keine verschlechterten Karrieremöglichkeiten, beklagen aber ebenfalls die Einschränkungen, die Kinder für die Haushaltskasse und das Privatleben bedeuten können.

Kinder werden im Allgemeinen in Deutschland als Belastung empfunden und nicht als Bereicherung angesehen, stellt die Studie fest. Kinder zu bekommen gilt vielen nicht mehr erstrebenswert, kaum jemand erwartet sich vom Kindersegen eine positive Veränderung des Lebens. Viele sind der Meinung, Familien genießen wenig Ansehen in der Gesellschaft.

Von der Familienpolitik erwarten die befragten Frauen und Männer mehr Geld, bessere Betreuungsmöglichkeiten und flexiblere Arbeitszeiten. 90 Prozent wünschen sich mehr Teilzeitarbeitsmöglichkeiten für Eltern, 89 Prozent fleixiblere Arbeitszeiten. Große Familien hätten gern mehr finanzielle Unterstützung durch den Staat, Kinderlose sehen als wichtigste Aufgabe der Familienpolitik die Schaffung besserer Kinderbetreuungsmöglichkeiten.

Ernüchternd stellt die Studie fest, dass weite Teile der Bevölkerung für die Maßnahmen der Familienpolitik gar nicht erreichbar sind. Junge, kinderlose Menschen interessiert die Familendebatte kaum, nur ein Fünftel der kinderlosen Frauen nimmt die Familienpolitik wahr. Der Einfluss der Familienpolitik auf die Geburtenrate, so die Studie, ist bislang begrenzt.

Für den Sinn weiterer familienpolitischer Maßnahmen regiert das Prinzip Hoffnung: Viele Menschen räumen der Familienpolitik hierzulande zwar einen hohen Stellenwert ein, eine Wirkung einzelner Maßnahmen lässt sich indes nicht belegen. Dennoch sehen die Verfasser der Kinderwunsch-Studie Grund zum Optimismus: Das Image der deutschen Familienpolitik ist im Vergleich zum europäischen Ausland sehr hoch, daraus ließe sich gesellschaftliche Unterstützung für neue Vorhaben ableiten. Womöglich bleibt das ein frommer Wunsch.

12 Meinungen

  1. Eine weitere Theorie versucht den Rückgang der Geburtenrate in Deutschland und den anderen industrialisierten Ländern dadurch, dass die Menschen reicher geworden sind. Da die Gehälter gestiegen sind, steigt auch das finanzielle Einbußen, wenn eine Frau nach der Geburt den Arbeitsplatz verlässt um sich um ihr Kind kümmern zu können. Dies führt dazu, dass viele Frauen nicht auf den gut bezahlten Arbeitsplatz verzichten möchten um eine Familie zu gründen. Wie alle Theorien ist dies nur ein möglicher Erklärungsversuch. Er betrachtet nur den finanziellen Aspekt. Doch ich glaube, dass in der heutigen Zeit vor allem das wichtig ist. Die Bereicherung, die ein Kind für eine Familie sein kann, wird von jungen Paaren meist nicht gesehen.

  2. Eine weitere Theorie versucht den Rückgang der Geburtenrate in Deutschland und den anderen industrialisierten Ländern dadurch, dass die Menschen reicher geworden sind. Da die Gehälter gestiegen sind, steigt auch das finanzielle Einbußen, wenn eine Frau nach der Geburt den Arbeitsplatz verlässt um sich um ihr Kind kümmern zu können. Dies führt dazu, dass viele Frauen nicht auf den gut bezahlten Arbeitsplatz verzichten möchten um eine Familie zu gründen. Wie alle Theorien ist dies nur ein möglicher Erklärungsversuch. Er betrachtet nur den finanziellen Aspekt. Doch ich glaube, dass in der heutigen Zeit vor allem das wichtig ist. Die Bereicherung, die ein Kind für eine Familie sein kann, wird von jungen Paaren meist nicht gesehen.

  3. Meinunger, hast Du selbst Kinder? Willst Du welche? Was ist Deine Meinung?Da ich bei zahlreichen Elternabenden andere Eltern kennenlernen durfte, halte ich den Rückgang der Geburtenrate für sehr positiv, denn diese Eltern – BMW und Audi-Fahrer, Focus-Leser, Metro-Käufer, Nicht-Kocher, Rasenmäher, Nicht-Küsser, Nörgler, SelbstverwirklicherInnen – wünscht man keinen Kindern, nicht einmal deutschen.

  4. Meinunger, hast Du selbst Kinder? Willst Du welche? Was ist Deine Meinung?Da ich bei zahlreichen Elternabenden andere Eltern kennenlernen durfte, halte ich den Rückgang der Geburtenrate für sehr positiv, denn diese Eltern – BMW und Audi-Fahrer, Focus-Leser, Metro-Käufer, Nicht-Kocher, Rasenmäher, Nicht-Küsser, Nörgler, SelbstverwirklicherInnen – wünscht man keinen Kindern, nicht einmal deutschen.

  5. @Jörg:Entschuldige bitte, aber das ist ja wohl ein selten dämlicher Kommentar. Gerade Miesmacher wie du sind es doch, die das Ganze immer noch schlimmer machen als es ohnehin schon ist. Und Gottseidank liegt es nicht an dir zu entscheiden, wer Kinder bekommt und wer nicht…

  6. @Jörg:Entschuldige bitte, aber das ist ja wohl ein selten dämlicher Kommentar. Gerade Miesmacher wie du sind es doch, die das Ganze immer noch schlimmer machen als es ohnehin schon ist. Und Gottseidank liegt es nicht an dir zu entscheiden, wer Kinder bekommt und wer nicht…

  7. Schön, daß Du Deinen Blog pflegst. Nur mit Zynismus kann man leider überhaupt noch Reaktionen bekommen. Dein Studenten-Mainstream-Geschreibe führt eben zu gar keiner. Aber die Frage, ob Du Kinder hast (oder willst, oder nicht) ist in diesem Zusammenhang wohl sehr berechtigt.Warum antwortest Du nicht? Ehrlich gesagt: Wenn Du Kinder hättest, würdest Du das auch sagen! Weil Du stolz darauf bist. Weil Du dann mireden könntest. Erfahrungen austauschen. Anknüpfen. Aber so?

  8. Schön, daß Du Deinen Blog pflegst. Nur mit Zynismus kann man leider überhaupt noch Reaktionen bekommen. Dein Studenten-Mainstream-Geschreibe führt eben zu gar keiner. Aber die Frage, ob Du Kinder hast (oder willst, oder nicht) ist in diesem Zusammenhang wohl sehr berechtigt.Warum antwortest Du nicht? Ehrlich gesagt: Wenn Du Kinder hättest, würdest Du das auch sagen! Weil Du stolz darauf bist. Weil Du dann mireden könntest. Erfahrungen austauschen. Anknüpfen. Aber so?

  9. Ja, ich habe Kinder. Und zwar drei und alle schulpflichtig. Auch ich meide z.B. Elternabende, halte es aber für idiotisch, wegen schlechter Erfahrungen mit einigen Knallköppen, die vielleicht besser nie Eltern geworden wären, den Rückgang der Geburtenrate zu feiern. Das ist eine selten schlichte und egoistische Haltung. Eben jene, die wohl auch dazu führt, dass viele Männer und Frauen keinen Gedanken ans Kinderkriegen verschwenden.

  10. Ja, ich habe Kinder. Und zwar drei und alle schulpflichtig. Auch ich meide z.B. Elternabende, halte es aber für idiotisch, wegen schlechter Erfahrungen mit einigen Knallköppen, die vielleicht besser nie Eltern geworden wären, den Rückgang der Geburtenrate zu feiern. Das ist eine selten schlichte und egoistische Haltung. Eben jene, die wohl auch dazu führt, dass viele Männer und Frauen keinen Gedanken ans Kinderkriegen verschwenden.

  11. Also ich habe die Debatte um die Familiepolitik mit Kindergeld, Erziehungsurlaub etc. sehr genau verfolgt und kann mich nicht mit der in der Studie beschriebenen Teile der Bevölkerung wiederfinden.

  12. Also ich habe die Debatte um die Familiepolitik mit Kindergeld, Erziehungsurlaub etc. sehr genau verfolgt und kann mich nicht mit der in der Studie beschriebenen Teile der Bevölkerung wiederfinden.

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