Die besten Tennisspieler aller Zeiten im Porträt: Boris Becker

Boris Becker

Boris Becker ist der erfolgreichste Spieler in der Geschichte des deutschen Tennis und einer der bekanntesten auf der Welt. Bis heute unvergessen ist sein Wibledon-Sieg 1985 als jüngster Spieler aller Zeiten. Im Laufe seiner Karriere erspielte er Preisgelder von über 25 Millionen US-Dollar und belegte 2 Wochen lang den ersten Platz der Tennisweltrangliste. Aber auch abseits des Platzes machte Becker immer wieder auf sich aufmerksam.

Boris Becker: der jüngste Wimbledon-Sieger aller Zeiten

Seine Tenniskarriere begann Boris Becker 1974 beim TC Blau-Weiß Leimen. Bereits drei Jahre später berief man ihn in den Jugendkader des Badischen Tennisbundes. 1978 folgte die Aufnahme in die Jugendauswahl des Deutschen Tennisbundes, drei Jahre darauf dann die Berufung in die 1. Herrenmannschaft des DTB. 1985 gewann Becker seinen ersten großen Titel, die Juniorenweltmeisterschaft. Doch der Höhepunkt dieses Jahres solle noch folgen: Am 7. Juli 1985 gewann der 17-jährige Becker sensationell als erster Deutscher überhaupt in Wimbledon, beim renommiertesten Tennisturnier der Welt. Bis heute gelang es keinem anderen Spieler, diesen Wettkampf in so jungen Jahren zu gewinnen. Der Erfolg machte Becker zum Superstar und Tennis in Deutschland zur zweitbeliebtesten Sportart hinter Fußball.

Beckers Siege bei Olympia und Grand-Slam-Turnieren

Das nächste Jahr sollte nicht minder erfolgreich werden. Er verteidigte sowohl seinen Juniorenweltmeister- als auch seinen Wimbledon-Titel und errang bei vier weiteren internationalen Turnieren ebenfalls Siege. 1989 folgte der nächste folgte der nächste Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier: Im Finale der US Open bezwang er Ivan Lendl, gegen den er im Jahr zuvor auch das Endspiel in Wimbledon gewonnen hatte. Dort gewann er auch 1989, dieses Mal gegen Stefan Edberg. Auch in den nächsten beiden Jahren stand er dort im Finale, verlor jedoch, 1991 gegen den Deutschen Michael Stich. Dafür holte er sich die Australian Open und setzte sich zum ersten Mal an die Spitze der Tennis-Weltrangliste. 1992 errang er bei den Olympischen Spielen an der Seite von Michael Stich die Goldmedaille im Doppel und gewann später die ATP-Weltmeisterschaft in Frankfurt. In den Folgejahren gewann Becker unter anderem erneut die Australian Open und die ATP-WM, 1999 beendete er dann seine aktive Tenniskarriere.

Turbulentes Privatleben

Boris Becker sorgte auch privat immer wieder für Aufsehen. 2002 verurteilte ihn das Landgericht München wegen Steuerhinterziehung. Er hatte in seiner Steuererklärung angegeben, in Monaco zu wohnen, obwohl er im betreffenden Zeitraum einen Wohnsitz in München gehabt hatte. Für Aufregung sorgten unter anderem auch seine Affäre mit Angela Ermakowa, die zur Geburt seiner Tochter führte, und zuletzt die Veröffentlichung seiner Autobiografie „Das Leben ist kein Spiel“, in der er pikante Details aus seinem Privatleben preisgibt.

Foto von James Phelps (USA) [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons

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