Des Autoren oder des Autors?

Normalerweise wird oftmals die Entlehnung heran gezogen, aber dieses Mal dürfen wir uns auch mal auf die Grammatik konzentrieren, denn Wörter, die auf -or enden, gehören nicht der n-Deklination an, bei der man üblicherweise aus dem n ein en macht.

Des Autors Logik

Daher – auch wenn es zugegeben nicht so gut klingt – gilt „des Autors“, „des Autoren“ ist hingegen falsch, es sei denn, man tauscht das des mit der und verwendet die Autoren im Plural.

Die Werke des Autors habe ich vollständig zu Hause.

Die philosophischen Gemeinsamkeiten der Autoren wurden diskutiert.

Das Wort „Autor“ kommt übrigens aus dem Lateinischen „auctor“, das von „augere“ abgeleitet so viel wie „hervor bringen“ heißt. Die Schöpfungskraft der Idee war nämlich früher zu Zeiten von Platon und Co mehr wert, als die dingliche Kreation. Das Gedankenspiel der Philosophie dazu ist, dass die Idee einer Sache immer vor der Sache selbst entsteht und damit das Original ist. Habe ich also vor, einen Stuhl zu bauen, so habe ich erst die Idee des Stuhls als Original und die physische Umsetzung, also das eigentliche Bauen des Stuhls – ist lediglich die Kopie.

„Autor“ kann man daher auch nicht nur für Bücher, bzw. Literatur verwenden, oftmals wird es auch bei lang eingefädelten Abläufen verwendet, besonders gerne natürlich in Filmen, in denen der perfide Plan des Bösewichtes beschrieben wird.

Die Autorität des Autors

Die Autorität hat dabei zwar höchstwahrscheinlich denselben Ursprung, aber die Urheberschaft geht so oftmals verloren. Die autoritäre Person verfügt über andere Menschen, meistens durch eine gewisse Richtung in der Denkweise. Diese muss sie aber nicht zwangsläufig selbst erlangt haben. Damals wurde Autorität auch noch als vorwiegend ratgebende Macht gegeben, es wurde also weniger über etwas geherrscht – so, wie wir es heute oftmals verstehen – sondern eher angeleitet und zu einem Denken hin geführt. Da viel Wissen mündlich weiter gegeben wurde, wurde mit dem Erlangen dieses Wissens also die Autorität weiter gegeben.
Aber vor allem durch die Autorität im Familienbereich – also der Herrschaft des Mannes über seine Familie und seine Entscheidungsgewalt – verlagerte sich die Bedeutung schnell in diese, doch recht einseitige, Richtung.

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