Der Mitternachtspalast von Carlos Ruiz Zafón: Inhalt

Waisenkind im Mitternachtspalast

Ben wächst als Waise in einem Kinderheim in Kalkutta auf. Als Gründer der Geheimgesellschaft „Chowbar Society“, trifft er sich mit seinen Freunden regelmäßig in einem verlassenen Haus namens „Der Mitternachtspalast“. Bens 16. Geburtstag naht, damit auch der Auszug aus dem Kinderheim. Eines Tages trifft er auf eine Großmutter und auf ein Mädchen namens Sheere. Ben spürt, dass zwischen ihm und dem Mädchen eine besondere Verbindung besteht. Wie sich herausstellt, ist Sheere seine Zwillingsschwester.
Kaum in der Lage sich ausgiebig zu freuen, passieren unvorhergesehene Ereignisse. Derart ausgerichtet, dass sie Leib und Leben des Zwillingspaares bedrohen. Eine Hetzjagd durch Kalkutta beginnt, welche viele Fragen aufwirft. Hat Zusammenhalt auch in der schlimmsten Stunde Bestand? Das und vieles mehr, erfährt der fleißige Leser vielleicht in der Leseprobe.
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Ein typischer Zafón

„Der Mitternachtspalast“ ist der zweite Teil der Nebel-Trilogie von Carlos Ruiz Zafón. Und wieder ist ihm ein schriftstellerisches Kunststück gelungen. Eine Rezension muss in vielen Fällen positiv ausfallen. Kalkutta ist ein für die Geschichte perfekt gewählter Handlungsort. Die Stadt ist lebendig, exotisch und geheimnisvoll. Die Protagonisten gehen ans Herz und führen einen durch das lebendige Treiben der Stadt. Das Thema Freundschaft steht im Mittelpunkt. Ein bedeutender Ansatz für das vom Autor gewählte Genre der Jugendliteratur.
Hinzu gesellen sich Elemente von Horror und unbegreiflicher Mystik. Atemlos beim Lesen, mit diesem Buch möglich. Ein typischer Zafón, der wieder einmal dazu neigt, aus dem Jugendgenre auszubrechen und seine eigenen Wege zu gehen. Literatur, die sich ungern in Kategorien packen lässt. Reale Elemente, gemischt mit Horror und Fantasy, von der Jugend und Alter gleichermaßen beim Lesen profitieren.
„Der Mitternachtspalast“ wird im Fischer FJB Verlag publiziert und umfasst 400 Seiten.

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