Der Floh im Ohr

Vorweg: Die letzte September-Sonne brutzelte die Leute offenbar in einen Sommer-Schlussverkaufs-Rausch. Der Anwohnerflohmarkt war rappelvoll, das Geschäft lief prima. Was nicht so gut ging, waren allerdings die Baby-Klamotten. Wie mir erst später bewusst wurde, wollte ich die nämlich eigentlich gar nicht verkaufen. Schon als ich die Taschen für den Flohmarkt gepackt habe, habe ich in drei große Packen sortiert – in Dinge, die ich zurückgeben muss, die ich auf gar keinen Fall verkaufen kann, weil sie soooo süß sind und in Klamotten, an denen ich ruhig ein bisschen verdienen kann. – Auf dem „ach das ist ja sooo süß Haufen" landete dann doch das Meiste!

Kritik an Ellas Klamotten!

Als die ersten Käufer die Baby-Sachen kritisierten mit „ach, auf Schmetterlinge stehe ich ja gar nicht", „nee, auf Glizzerkram auch nicht" und „Ach, da gibt es doch schönere Schlafsäcke" (hallo? Warum habe ich wohl gerade diesen gekauft?) und bei meinen niedlichen Baby-Sachen schachern wollten, kochte ich beinahe vor Wut. Nein, so nicht! Da verschenke/verleihe ich Ellas Sachen doch viel lieber an Freunde und Verwandte, die sich darüber freuen, als dass ich sie so dermaßen unter Wert an Leute verscherbele, die ein tolles „Alvi"-Schlafsäckchen für Neugeborene gar nicht zu schätzen wissen und schlecht machen, nur, um ein paar Cent zu sparen.

Nee, so nicht!

Das „Alvi" -Schlafsäcken habe ich übrigens schweren Herzens (darüber ärgere ich mich immer noch) verkauft, aber viele andere Sachen wanderten nach und nach  in meinen Beutel, den ich wieder mit nach Hause nehmen wollte. Es gibt eben Dinge, die verkauft man nicht so einfach. Ach ja, eingenommen habe ich übrigens immer noch 172 Euro. Für sieben Stunden Rumsitzen doch gar nicht so schlecht. Ob ich das jetzt einfach sinnlos verprasse, weiß ich aber noch nicht…

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