Deadpool – Der Söldner mit der großen Klappe

1991 hatte Wade Wilson alias Deadpool seinen ersten Auftritt in New Mutants 98 und zwei Jahre darauf erhielt er seine erste Mini-Serie. In den darauffolgenden Jahren bekam er dann seine eigene Reihe, die im Jahr 2002 zu Ende ging, er aber in Serien wie Agent X und Cable & Deadpool den Fans erhalten blieb. Spätestens seit X-Men Origins: Wolverine ist Wade Wilson auch in Deutschland dem breiten Publikum ein Begriff. Zwar wich die Story im Film stark von den Comics ab, aber wie gesagt, der Auftritt kam seiner Bekanntheit zugute.

Panini bringt Deadpool in 2 Bänden

Dieses Jahr hat Panini Comics die heiß erwartet „Merc With a Mouth“-Serie in zwei Bänden in Deutschland veröffentlicht. Die beiden Bände enthalten alle 13 US-Ausgaben, wobei der erste Teil „Kopfsprung“ bereits im August erschienen ist und der zweite Band „Nächste Halt: Zombieville“ am 23.11.2010 auf den Markt kam.

Leider werde ich diese Besprechung nicht objektiv halten können, da ich ein absoluter Fan von Mr. Wilson bin. Außerdem gibt es eh nur zwei Kategorien von Lesern, wenn es um den Söldner mit der großen Klappe geht: Die die ihn lieben oder die, die überhaupt nichts damit anfangen können.

Die Story von „Der Söldner mit der großen Klappe“ stammt aus der Feder des US-amerikanischen Kriminal-Schriftstellers Victor Gischler. Neben seinen Romanen wie „Gun Monkeys“, wofür er eine Nominierung für den Edgar Allan Poe Award erhielt, hat er bereits Storys für The Punisher geschrieben.

Dieses Mal nimmt Wilson einen Auftrag von A.I.M an, um ein Objekt aus dem Wilden Land zu bergen. Nach kurzer Zeit, stellt sich heraus, dass es sich bei dem gesuchten Objekt um Wilsons eigenen Kopf aus dem Zombie-Universum handelt (siehe Marvel Zombies), aus dem man eine biologische Waffe herstellen könnte. Aber nicht nur A.I.M. will den Kopf, sondern auch Hydra und die Höhlenmenschen, die ihn als Gott verehren.

Natürlich kann Wilson den Kopf weder A.I.M oder jemand anderem überlassen und somit die Zombie-Apokalypse riskieren. Der einzige Ausweg, ist den Kopf wieder in seine Dimension zurück zu bringen. Leider machen Wilson und seine Begleiter dabei einfreiwillige Zwischenstopps in anderen Dimensionen, wobei jede ihre ganz eigene Ausführung von Wade Wilson hat.

Die Zeichner von Deadpool

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Der erste Band beziehungsweise die Hefte 1 bis 6 wurden von Bong Dazo gezeichnet, dessen Stil mit seinen extremen Charakteren und abgefahrenen Storyline wunderbar passt. Im zweiten Band durften dann deutlich mehr Zeichner mitwirken, darunter Matteo Scalera und Das Pastoras. Besonders gut gefallen hat mir, dass jede Dimension die Wilson besucht von einem andere Künstler gezeichnet wurde und die Stile recht unterschiedlich sind, wird das Gefühl „in einer anderen Dimension“ zu sein wunderbar unterstrichen.

Natürlich fehlt es den Bänden nicht an schwarzem Humor und den allseits beliebten Sprüchen von Wilson. Am meisten musste ich bei den Sprüchen „Was würde Snake Plissken tun“ (Kurt Russel in „Flucht aus L.A.“) oder wenn er sich über die Autoren beschwert. Natürlich sind die Deadpool Comics teilweise Geschmacklos und unter der Gürtellinie, genauso die Darstellung der weiblichen Protagonistinnen – aber sind wir mal ehrlich: So muss es auch sein! Wie bereits erwähnt, entweder man liebt die Comics oder nicht und ich gehöre eindeutig zur ersten Kategorie. Ein muss für jeden der auf abgedrehte Comic-Unterhaltung steht!

Deadpool – Der Söldner mit der großen Klappe erscheint bei Panini Comics. Band 1: Kopfsprung mit 148 Seiten und Band 2: Nächste Halt: Zombieville mit 188 Seiten, jeweils als Softcover und für 16,95 Euro erhältlich.

Weiterführende Links

Leseprobe http://www.mycomics.de/digital/superhelden/deadpool-1.html

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