Das hilft gegen lästige Kopfläuse

Wie die falsche Haarpflege zu Hautproblemen führen kann

Immer wieder kommen die Kinder mit Kopfläusen aus dem Kindergarten bzw. aus der Schule. Aber keine Panik: Mit diesen cleveren Tricks ist man die kleinen Biester schnell wieder los …


Wenn die Ferien vorbei sind, Schulen und Kindergärten sich wieder bevölkern, breiten sich die kleinen Blutsauger meist in der ganzen Familie rasend schnell aus. Die Kopfhaut juckt, man entdeckt winzige weiße Strukturen, Nissen genannt. Dass die ungebetenen Gäste im Haupthaar keine Seltenheit sind, belegen aktuelle Zahlen: Bis zu 20 Prozent der europäischen Bevölkerung leiden unter ihnen und zwar in allen sozialen Schichten. Wer und einen Verdacht hat und diesen überprüfen möchte, gibt einen Conditioner in die Haare. Dann können sich die Läuse nicht mehr bewegen und man sieht sie leichter.

Das hilft wirklich

Hinter den Parasitenbefall steckt übrigens kein Mangel an Hygiene: Menschen können sich die Haare waschen, so oft sie wollen – das einzige, was erreicht wird, ist, dass die Läuse sauber werden. Die Tierchen klammern sich nämlich mit hakenförmigen Beinen so am Haar fest, dass man sie nicht loswird. Deswegen ist es am besten, möglichst schnell eine bewährte Therapie mit dem Wirkstoff Dimeticon zu beginnen. Gut geeignet sind Präparate, die ins trockene Haar gegeben werden und bereits nach einer Viertelstunde helfen.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt zudem, die Behandlung nach einer Woche zu wiederholen, damit auch die Eier der Läuse abgetötet werden. Sonst können zwischenzeitlich neue Parasiten schlüpfen. Anschließend kämmt man Läuse und Eier mit einem Spezial-Kamm aus dem Haar und lässt das Mittel über Nacht einwirken. Am nächsten Morgen wird es mit einem normalen Shampoo ausgewaschen. Vorsicht: Das sollten Sie auf keinen Fall in der Badewanne sitzend machen, damit der Wirkstoff nicht mit den Schleimhäuten in Augen, Nase und Mund in Berührung kommt.

Auf natürliche Art können Mittel mit Teembaum-Extrakten helfen. Sie blockieren die Atemwege der Läuse und trocknen die Nissen aus. Von chemischen Insektiziden wird abgeraten, da sie für uns Menschen meist hochgiftig sind und die Läuse darauf zunehmend resistent reagieren.

Überflüssige Hausmittelchen

Eine Behandlung mit Hausmitteln wie Bier oder Apfelessig hat ebenfalls keinen Erfolg, denn die Parasiten können eine Stunde oder länger ohne Sauerstoff auskommen. Spiritus, Mayonnaise, Öle oder andere Flüssigkeiten machen sie also nur unbeweglich – das schafft Wasser auch. Die kleinen Biester erholen sich wieder. Sauna, Trockenhaube oder Föhn töten Sie ebenfalls nicht.

Die gute Nachricht: Sind die Plagegeister endlich vom Kopf, halten Sie sich nicht weiter in Textilien wie Kuscheltieren, Mützen oder Betten auf. Denn: Sie saugen das Blut des Menschen und sterben nach einem Tag wenn diese Nahrung wegfällt. Und keine Angst: Bei uns in Deutschland sind die kleinen Tierchen völlig harmlos. Krankheiten können sie nicht übertragen. Vor Tierläusen sind wir Menschen übrigens auch sicher!

Foto: Thinkstockphotos, 454932089, iStock, LarsZahnerPhotography

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