Cyber Bullying: So schützen Sie Ihre Kinder

Cyber Bullying ist das Mobben mit Hilfe der Neuen Medien, wie Internet und Handy. Per SMS, MMS, in sozialen Netzen wird gehetzt, werden Gerüchte verbreitet und entwürdigende Bilder veröffentlicht. Erwachsene können dem oft schon schlecht standhalten, wie viel verletzender ist diese Form des niederträchtigen Umgangs für Kinder und Jugendliche, die sich selbst erst noch finden wollen. Mit Verboten und Gesetzen sind bisher selten menschliche Umgangsformen verändert worden, wie aber können Eltern ihren Kindern helfen, sich gegen Mobbing zu schützen und zu wehren?

Cyber Bullying: darauf sollten Sie achten!

1

Erwachsene – rein ins Netz

Wer anderen helfen möchte, sollte selbst etwas von dem Thema verstehen. Wer selbst keine Ahnung vom Internet und seinen Verlockungen und Vorteilen hat, wird für sein Kind ein unglaubwürdiger Ratgeber. Am besten, Sie lassen sich von Ihren Sprösslingen in diese neue Welt einführen. Zum einen ergibt das eine gemeinsame, intensiv verbrachte Zeit, zum anderen stärken Sie so die Kinder im Vertrauen auf ihre eigenen Fähigkeiten und es kann ein vertrauensvolles Verhältnis ausgebaut werden.

2

Verkehrsregeln fürs Internet

Das Herumkurven im Internet ist gut vergleichbar mit dem Erkunden seiner Umgebung mit Fahrrad, Moped oder Auto. Sie lassen Ihre Kinder auch nicht ohne gute Information und Hinweise auf Verkehrsregeln auf die Straße. Halten Sie es genauso, wenn Ihr Kind die ersten Schritte am PC unternimmt. Ihr Kind sollte sich bei ersten Anzeichen von Cyber Bullying an Sie wenden können. Da Sie wissen, wie schwer das einem Kind fällt, geben Sie ihm weitere Tipps, die im Folgenden aufgeführt sind.

3

Nicht reagieren

Auf keinen Fall sollte man auf die Anfeindungen mit Rechtfertigung, Beschimpfungen und dergleichen reagieren. So schwer das fällt, nur Kopien (Screenshots) von den entsprechenden Pamphleten fertigen, um sie an die Person des Vertrauens weiter zu geben und ansonsten ignorieren. Gute Websites haben immer entsprechende Buttons mit der Aufschrift „Ignorieren“, „Melden“ und/oder „Sperren“.

4

Anlaufstellen für Ratsuchende

Im Internet gibt es mehrere Websites, die Hilfe bei Cyber Bullying anbieten. Zum Beispiel www.klicksafe.de oder www.juuuport.de – eine Selbsthilfe-Plattform, auf der ehrenamtliche Scouts im Alter von 14-18 Jahren Betroffene beraten. Selbstverständlich sollten Lehrer benachrichtigt werden und im Ernstfall auch die Polizei. Unter der Telefonnummer 0800/1110333 kann von Kindern und Jugendlichen ebenfalls um Rat und Hilfe gebeten werden.

5

Kinder stark werden lassen

Egal, ob auf dem Schulhof, auf der Straße oder im Internet – es sind stets ähnliche Menschentypen, die erfolgreich gemobbt werden können. Kinder, die sich als wertvoll und liebenswert empfinden, die vom Kleinkindalter an in Gruppen Erfahrungen machen konnten, werden seltener solchen Angriffen ausgesetzt sein, bzw. sich eher selbst schützen können. Kinder brauchen im geschützten Raum des Elternhauses Möglichkeiten, sich auseinandersetzen zu lernen, ihre Meinung äußern zu können und für ihre Belange zu kämpfen.

Tipps und Hinweise

  • Es gibt im Leben keine absolute Sicherheit. Aber gut informiert, ausgestattet mit einem guten sozialen Netz und einem vertrauensvollen Elternhaus, dürfte Ihren Kindern das Internet mehr Freud als Leid bescheren.

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.