Christmette: Was ist das genau und wie läuft die Messe ab?

Für viele Menschen gehört der Besuch der Heiligen Messe am Weihnachtsabend zum rituellen Fest der Weihnacht. Ob nun gläubig oder nicht. Daher ist diese Messe oftmals die bestbesuchte des ganzen Jahres! Die Christmette findet dabei immer am späten Abend um 22 oder 23 Uhr statt und berichtet von dem christlichen Hintergrund des Weihnachtsfestes. Wenn Sie genau wissen wollen, warum es diese Messe zur Jesu Geburt gibt und wie genau sie abläuft, dann lesen Sie hier weiter!

Christmette: Was ist das?

Einen Gottesdienst, der in der Nacht, am späten Abend oder auch am frühen Morgen abgehalten wird, bezeichnet man als „Mette“. Dieser Begriff ist das lateinische Wort für „matutina“, was „Morgenstunde“ bedeutet. In früheren Zeiten war die Mette nämlich eher ein „Morgengebet“, das in der Heiligen Nacht zur Zelebrierung der Geburt Jesu Christ gesungen wurde. Diese Messe fand bis ins siebzehnte und achtzehnte Jahrhundert auch am frühen Weihnachtsmorgen statt. Heutzutage bezeichnet dieser Begriff die „Heilige Messe“, die in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember gefeiert wird. Auch gibt es die Bezeichnung Ostermette, die dann die zweite große Liturgie der Katholischen oder auch Evangelischen Kirchengemeinde bezeichnet. Während der Feier dieser Mette wird das Osterfeuer entfacht.

Christmette: Der Ablauf

Je nach Kirche kann sich auch der Ablauf einer solchen Christmette geringfügig unterscheiden, doch im Grunde ist die Mette immer gleich aufgebaut. Katholischer oder auch Evangelischer Glaube setzt immer einen Besuch einer solchen Mette zu dem Hochfest für Gläubige voraus. Die Heilige Nacht ist nämlich nebem dem Osterfest das größte Kirchfest des Jahres!

  1. Zum Weihnachtsfest ist die Kirche sehr feierlich geschmückt und viele Kerzen brennen. Zunächst bekommt jedes Kind vor dem Beginn der Mette zu Jesu Geburt eine Vigilkerze oder ein Teelicht (mit Halterung) und einen extra für dieses Fest entworfenen Liedzettel in die Hand.
  2. Dann erfolgt der hochfestliche Einzug des Priesters und seiner Ministranten mitsamt der Bibel und unter Evangelienleuchten, im katholischen Glauben nebst Weihrauch. Die Bibel wird dann an einem exponierten Platz am Altar gut sichtbar aufgestellt.
  3. Während der Einzug des Priesters und der Ministranten durch die Kirche den Anfang der Messe macht, wird ein Eingangslied angespielt, das auch zum Auszug gespielt wird, mögliche Weihnachtslieder zum Mitsingen sind weihevolle Lieder wie „Großer Gott wir loben dich“ und andere. Die Mette beginnt dann meist mit einem Gebet. Doch werden durch die gesamte Mette hindurch – wie auch bei der üblichen Eucharistiefeier – Lieder angestimmt wie beispielsweise „Stille Nacht, heilige Nacht“ oder „Macht hoch die Tür“, die von der Orgel begleitet werden.
  4. Die Predigt während einer nächtlichen Mette wird von dem Evangelium von der Geburt Jesus Christus berichtet. In den darauffolgenden Messen werden dann die weiteren Stationen der Evangelien der Prophezeiung durch die Engel und dem Besuch der Hirten im Stall aus dem Lukasevangelium berichtet.
  5. Nun werden zum Schluss die Kerzen entzündet und das entzündete Licht aus der Mette nach Hause getragen. Es soll das Friedenslicht symbolisieren. Manchmal werden die Kerzen aber schon am Anfang der Mette entzündet.
  6. Zum Schluss zieht unter dem Ausgangslied, mit der Heiligen Schrift in der Hand und, bei den Katholiken, unter Verteilung von Weihrauch, der Zug des Priesters und der Ministranten wieder durch die Kirche nach draußen. Die feierliche Mette ist nun vorüber und die christliche Botschaft in die Welt gesendet!

Wen Sie also auch diese weihevolle Mette zur Geburt Christi einmal miterleben möchten, dann gehen Sie doch einfach mal am Weihnachtsabend in die Kirche und machen Sie sich selbst ein Bild von alledem.

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