Chinesisch lernen: Ist Mandarin die neue Weltsprache?

Chinesisch lernen ist für die meisten Westeuropäer nicht einfach: Eine Aussprache, die mit winzigen Nuancen völlig neue Sinnzusammenhänge ergibt, komplexe Schriftzeichen und ungewohnte Grammatik wie auch ungewohnte gedankliche Konzepte machen die Weltsprache weniger eingängig, als Sprachen aus einem verwandten Kulturkreis. Und dennoch scheint es gerade im wirtschaftlichen Bereich angebracht zu sein, zumindest die Grundlagen von Mandarin oder Kantonesisch zu lernen, um mit der aufstrebenden Weltmacht kommunizieren zu können.

Chinesisch lernen: kein leichtes Unterfangen

Phonetik, Grammatik und Wortschatz sind die drei großen Pfeiler jeder Weltsprache, die beherrscht werden müssen, will man sich in ihr unterhalten. Besonders durch den wirtschaftlichen Aufschwung eines der bevölkerungsdichtesten und größten Länder der Welt, mag es daher logisch sein, Chinesisch lernen zu wollen.

Daneben ist es natürlich auch die Kultur Chinas, die zum Studium der Sinologie anregt. Oder mit anderen Worten: Sich für fremde Sprachen zu interessieren, zumal von einer Weltmacht wie China, kann niemals verkehrt sein. Ob man dies aber aus der Perspektive der Wirtschaft jetzt oder demnächst verstärkt benötigt, um am Markt – sei es der Weltmarkt oder der Jobmarkt – bestehen zu bleiben, kann bezweifelt werden.

Weltsprache für Wirtschaftstransaktionen?

Viele Ausländer arbeiten in China, auch ohne Mandarin, die Standardsprache, zu können – denn auch hier wird zum großen Teil in Englisch kommuniziert, während Übersetzer bereit stehen, um komplexere Sachverhalte zu vermitteln: Auch in China wird gutes Schulenglisch gelehrt, so dass eine gemeinsame Basis geschaffen werden kann. Chinesisch lernen hingegen dauert zwischen einem und zwei Jahren, bis man die rudimentärsten Grundlagen in Sprache und Schrift soweit kann, um sich verständigen zu können.

Wer nur aus Angst mit der asiatischen Großmacht nicht konkurrieren zu können, die Sprache erlernen möchte, tappt in die gleiche Falle, wie sie vor rund zwanzig im Verhältnis zu Japan und vor zehn Jahren in Bezug auf Indien bestand. Wer allerdings aus Interesse an einer anderen Kultur Chinesisch lernen möchte, kann prinzipiell nicht falsch liegen. Zwingend notwendig dürfte es derzeit nicht sein.

2 Meinungen

  1. Auch ich habe es schon einmal versucht chinesisch zu lernen , allerding bin ich doch gescheitert. Ich weiß nich ob es an der fehlenden Ausdauer gelegen hat.GrußRalf

  2. Ich glaube eher nicht, das chinesisch die neue „Weltsprache“ wird. Wir denken auch immer noch zu langfristig. In zwanzig Jahren kann bereits ein anderes Land als „neue Weltmacht“ gefeiert werden. Schon weil englisch leichter ist, wird es sich wohl dauerhaft weltweit durchsetzen.

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