Champions-League-Achtelfinale: BVB resolut, S04 desolat

Nachdem nun alle deutschen Mannschaften ihre Achtelfinalhinspiele in der Königsklasse absolviert haben, lässt sich festhalten: Für größere Aufgaben eignen sich nur zwei der vier Teams. Bayern und der BVB sind auf Kurs, bei Bayer Leverkusen und Schalke 04 ist der europäische Traum ausgeträumt.



Borussia Dortmund: Blitzstart in Richtung Viertelfinale

Gerade mal fünf Minuten waren in St. Petersburg absolviert, und der BVB führte schon mit 2:0. Mkhitaryan schob in der 4. Minute nach prima Vorarbeit von Reus zum 1:0 ein und nur eine Minute später war es Reus selbst, der den Ball mit dem linken Außenrist zum 2:0 in die Maschen nagelte. Gastgeber Zenit St. Petersburg – übrigens die erste Mannschaft, die es geschafft hat, mit mickrigen sechs Punkten aus der Vorrunde ins Achtelfinale der Champions League einzuziehen – war in allen Belangen überfordert. Von den großen Namen Witsel oder Hulk war bei den Russen rein gar nichts zu sehen. Schon nach 15 Minuten musste Zenit seinen Spielmacher Arshavin verletzungsbedingt auswechseln. Für ihn kam der ehemalige Bayern-Spieler Tymoshchuk, dem allerdings an diesem Abend herzlich wenig gelingen wollte. Zur Halbzeit war Zenit mit dem 0:2-Rückstand noch gut bedient. Im zweiten Durchgang begann St. Petersburg dann griffiger und kam prompt in der 57. Zum Anschlusstreffer durch Shatov – auch wenn Rondon beim Pass zuvor im Abseits stand. Der BVB schüttelte sich aber nur kurz und stellte durch Lewandowskis 3:1 in der 61. Minuten den alten Abstand wieder her. Kurz darauf das gleiche Spiel: Hulk stellte per Elfmeter in der 69. Minute noch einmal den Anschluss her, Lewandowski, der jetzt überhaupt nicht mehr zu halten war, traf postwendend zum 4:2 (71.). Damit war die Messe gelesen, mit vier Auswärtstoren ist dem BVB der Viertelfinaleinzug kaum noch zu nehmen.

Schalke 04: Blitzstart in Richtung Feierabend

Auch beim letzte Achtelfinale mit deutscher Beteiligung stellten zwei frühe Auswärtstore die Weichen: Nach gut 20 Minuten führte Real Madrid bereits mit 2:0 bei Schalke 04. Zweimal ließ sich die Schalker Abwehr narren, zweimal klingelte es (Benzema, 13. und Bale, 21.). Dazwischen lag eine Großchance von S04, aber Draxler scheiterte aus drei Metern an Real-Keeper Cassilas. Und es sollte noch schlimmer kommen. Nach der Pause wurde das Spiel zu einem Scheibenschießen, das den Schalke-Anhängern noch lange Alpträume bereiten wird. Zweimal Ronaldo (52., 89.), und noch je einmal Benzema (57.) und Bale (69.) machten das halbe Dutzend für die Königlichen voll. Ein Auftritt von Schalke, der mit dem Begriff „peinlich“ nur unzureichend umschrieben ist. Dass Huntelaar noch in der Nachspielzeit noch zum 1:6 traf – geschenkt. Ähnlich wie Bayer Leverkusen (0:4 gegen PSG) hat S04 die Bundesliga eher blamiert denn repräsentiert …

Foto: Thinkstock, TongRo Images, TongRo Images

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