Byzantinische Kunst: Merkmale der Malerei und Architektur

Die Stadt Byzanz steht im Mittelpunkt dieser künstlerischen Betrachtung. Die Byzantinische Kunst prägte die Stadt, die sich erst Konstantinopel und dann Istanbul nannte. Anfang und Ende dieser Kunstepoche waren gleichermaßen bedeutend: In der Prägung durch und der Beeinflussung anderer Epochen. Die Byzantinische Kunst reichte von 330 nach Christus bis 1453 und war im östlichen Teil des Römischen Reichs beheimatet.
Die Ernennung Byzanz zur Hauptstadt des Römischen Reiches, schuf zugleich die Ära der dort ansässigen Kunst. Im Jahr 1453 wurde sie durch die Eroberung der Stadt beendet. Stilistisch geprägt wurde die Epoche durch die spätantike Kultur, wobei der Fokus auf Spiritualität lag, begründet durch die Verbindung zur orthodoxen Kirche. Der Süden Europas wurde zur Zeit des Mittelalters beeinflusst durch die Byzantinische Kunst. Aber auch Teile Asiens erlebten die wegbereitende Prägung.

Die Byzantinische Malerei

Der Stil der frühen Byzantinischen Malkunst kann allgemein linear beschrieben werden. Kunst, die sich direkt und verständlich präsentierte. Kurz vor Ende der Epoche, wurde dem Dargestellten insbesondere Tiefe verliehen. Die Malerei setzte vor allem auf die Darstellung von Ikonen. Bilder von Heiligen wurden verehrt und durch die Malerei entsprechend in den Mittelpunkt gerückt.

Aber besonders die Mosaikkunst darf nicht vergessen werden. Typisch für diese Zeit waren Wandmalereien. Die bedeutendsten Werke in der Menschheitsgeschichte entstanden mitunter in der Byzantinischen Kunst um 540 bis 547. In San Vitale in Ravenna wurde eine Apsis von Jesus weltberühmt. Auch die Buchmalerei fand in der Kunstepoche Anwendung. Aufgrund der ersten Phase des sogenannten „Bilderstreits“ von 726 bis 780, wurden allerdings viele Malereien zerstört.

Die Byzantinische Architektur

Innerhalb der Architektur dieser Zeitspanne, zeigte sich auch hier wieder der kirchliche Einfluss. Die Kunst schuf vor allem kirchliche Bauwerke, die zum Teil heute noch komplett oder in Ansätzen vorhanden sind. Das Schmuckstück Byzantinischer Architektur ist unbestritten die „Hagia Sophia“ in Istanbul. Heute ein Museum, wurde die ehemalige Kirche bereits im Jahr 532 bis 537 gebaut. Die Kuppelbasilika gilt als typisches Merkmal dieser Epoche.
In der mittelbyzantinischen Periode wurde die Kreuzkuppelkirche mit ihren vier tragenden Säulen zum Sinnbild byzantinischer Bautechnik. Die Nordkirche des „Lipsklosters“ in Istanbul ist hier zu nennen. Kurz vor dem Ende Byzanz, wurden überhöhte Umgangskirchen geschaffen. Auch der Eroberung Byzanz durch die Osmanen, fiel zahlreiche Baukunst zum Opfer.

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